User Online: 1 | Timeout: 08:08Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Damit der Fluss nicht schlapp macht
Zwischenüberschrift:
Agenda-Arbeitskreis: Bei maximalem Fischschutz stehen Wasser-Turbinen still
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück (Eb.) Natur schützen und Wasserkraft nutzen - dies sollte nach Ansicht des Agenda-21 - Arbeitskreises Energie, Bauen und Wohnen das Ziel für die Weiterentwicklung der Hase im Stadtgebiet sein.

Aus Anlass der Tagung über die Revitalisierung von Gewässern im urbanen Beieich wies der Arbeitskreis auf den breiten Spielraum hin, den eine Stadt hat, wenn sie ihren Fluss wieder beleben will. Für die Hase bedeute dies, dass neben der biologischen Durchlässigkeit durch Fischaufstiege beispielsweise und neben der Naherholung in der Stadt wie durch die Verlängerung des Hasewegs als gleichberechtigtes Ziel die energetische Nutzung stehen müsse.

" Erneuerbare Energien leisten schließlich einen Beitrag zum Klimaschutz, zur Stabilität gegen Krisen und Krieg und stärken die örtliche Wirtschaft", konstatiert das Arbeitskreismitglied Andre Gehrke.

Mit Blick aut die Neue Mühle, Pernickelmühle und die ehemalige Quirrlsmühle bei der Papierfabrik Ahlstrom erklärt Arbeitskreissprecher Klaus Kuhnke: " An allen drei Wehren wurde bis vor einigen Jahren Strom erzeugt. An der neuen Mühle ist eine moderne Turbine eingebaut, für die Pernickelmühle stehen Investoren bereit. Man muss sie nur lassen. Mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz ist an allen drei Standorten der wirtschaftliche Betrieb einer Turbine möglich - wenn man denn das Wasser nutzen darf." Und da liege der Haken, so der Arbeitskreis: Je aufwändiger eine Naturschutzmaßnahme an einem Wehr geplant werde und je mehr Wasser diese verbrauche, umso unwirtschaftlicher werde der Turbinenbetrieb. Und weil die Naturschutzverwaltung bei Fischaufstieg und Umflutung eine Maximallösung anstrebe, bleibe für eine wirtschaftliche Stromerzeugung in Zukunft nicht genügend Wasser übrig. Als Folge seien die Verhandlungen mit den Investoren für die Pernickelmühle bereits zum Stillstand' gekommen.

Der Agenda-21 - Arbeitskreis äußerte seine Überzeugung, dass in diesem Falle Naturschutz und Nutzung erneuerbarer Energien, sich nicht ausschließen müssten. Wichtig sei es vielmehr, jetzt einen Kompromiss zu suchen, meint Kuhnke: " Natur schützen und Wasserkraft nützen - das ist kein Widerspruch."
Autor:
Eb.


Anfang der Liste Ende der Liste