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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
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Inhalt:
Überschrift:
Wie eine Aloe zur Orchidee werden kann
Zwischenüberschrift:
Pflanzentausch im Botanischen Garten
Artikel:
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Originaltext:
Wie eine Aloe zur Orchidee werden kann

Pflanzentausch im Botanischen Garten

Osnabrück (rei)

" Das ist eine Aloe mitri formls - eine bischofsmützenartige Aloe", sagt Gärtner Dirk Ortmann. Aber nein, gegen eine seiner Pflanzen will er die Aloe nicht tauschen. Sie ist ihm zu ordinär.

Kaufen gilt auf dem Pflanzentauschmarkt im Botanischen Garten nicht: Wer eine neue Pflanze will, muss selbst eine mitbringen. Wer allerdings kein Grün im Gepäck hat, kann gegen eine Spende für den Botanischen Garten ein Pflänzchen bekommen.

Gärtner Dirk Ortmann bietet seine Pflanzen privat zum Tausch an. Weil er sich auskennt, ist sein Anspruch etwas höher. " Wenn Sie Ihre Aloe in die Sonne stellen würden", gibt er der Besucherin noch mit auf den Weg, werde die Pflanze noch größer werden.

Lucia Ackermann hat da etwas mehr Glück. Sie hält ganz glücklich eine Kiste mit keimenden Kartoffeln in der Hand. " Rosella" heißt die Sorte, die sie da an einem der Stände gefunden hat. " Das ist eine ganz alte Sorte", freut sie sich. In der Mitte des Frühjahrs wird sie Kartoffeln in die Erde stecken, um sie im Herbst selbst zu ernten.

Am Pflanzenstand des Botanischen Gartens steht eine Frau mit Tüten voller Pflanzen. Gezielt fragt sie nach ganz bestimmten Pflanzensorten. Doch Claudia Schröder, Mitarbeiterin im Botanischen Garten, muss bei jedem Pflanzennamen bedauernd den Kopf schütteln. Fündig wird dafür Student Rene Schulz, der einen Kaktus haben will. " Den muss man nicht groß gießen", begründet er seine Wahl.

" Den Kaktus muss ich nicht groß gießen"

Die Mitarbeiter des Botanischen Gartens nehmen auch die bischofsmützenartige Aloe entgegen und tauschen sie gegen eine Orchidee. Mitarbeiter Jörg Heintz empfiehlt die Pflanze, weil sie in dunklen Zimmern stehen kann und nicht so oft gegossen werden muss. Den genauen Orchideennamen kann derzeit niemand verraten. Der sei erst zu bestimmen, wenn die Blüten austreiben, verrät Prof. Herbert Hurka, Direktor des Botanischen Gartens.

Der Botanische Garten nehme auf dem Tauschmarkt alle Pflanzensorten entgegen, sagt Lucia Ackermann, Vorstandsmitglied des Freundeskreises Botanischer Garten. Sie hatte vor sechs Jahren die Idee zu dem Pflanzentauschmarkt. " Ich musste in meinem Garten alles, was übrig war, in den Müll schmeißen", berichtet sie. Ihre Idee gefiel auch Uwe Rösemann, dem technischen Leiter des Botanischen Gartens. " Wenn um den 15. Oktober herum der Frostbereich beginnt, rufen immer wieder Leute an, die ihren Benjaminus oder Agaven an uns loswerden wollen", sagt er. Auf dem Tauschmarkt werde der Garten seinen Überschuss wieder los.

Aus der kleine Aloe werden am Ende übrigens noch zwei Pflanzen. Marktbesucherin Gisela Schicker tauscht eine Engelstrompete gegen einen Trieb der Orchidee.

KAUFEN GILT NICHT: Wer auf dem Tauschmarkt eine Pflanze haben wollte, musste schon selbst etwas mitbringen wie diese Sansevieria - oder zumindest spenden.Foto: Jöm Martens
Autor:
rei


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