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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Stadt: Keine Vorzugsbehandlung für den Westerberg
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Bewohner der Siedlung Bornheide beklagen schlecht gepfklegte Grünflächen und sehen ihren Stadtteil benachteiligt
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Stadt: Keine Vorzugsbehandlung für den Westerberg

Bewohner der Siedlung Bornheide beklagen schlecht gepflegte Grünflächen und sehen ihren Stadtteil benachteiligt

Gretesch (hpet)

Unsere Stadt soll schöner werden. Diesen guten Vorsatz unterstützen sicher viele. Pflanzbeete auf städtischen Grünflächen tragen auch dazu bei. Doch nur solange die farbenfrohe Pracht gepflegt wird. Zu bunt wurde es Eckard Stockmeier und Nachbarn in der Siedlung Bornheide. Dort wucherten die Disteln und Brennnesseln meterhoch. Inzwischen hat die Stadt sie gemäht.

" Normalerweise müsste hier alle 14 Tage gemäht werden", analysiert Stockmeier. Doch stattdessen sei der Fachbereich Grün und Umwelt in diesem Jahr erstmals im Juni tätig geworden. " Noch kurz zuvor habe ich eine Brennnessel mit 1, 47 Metern gemessen", erzählt der erboste Anlieger. Und in zwei, drei Monaten werde es wieder so schlimm sein, denn das Unkraut sei nur abgeschnitten, aber nicht an den Wurzeln herausgerissen worden.

Detlef Geräts, Leiter des Fachbereichs Grün und Umwelt, räumt Schwierigkeiten ein: " Wir haben zwar einen Pflegeplan, der vorsieht, dass wir alle sechs bis acht Wochen die Beete pflegen. Den konnten wir in diesem Frühjahr aber nicht einhalten." Zu viele Aufträge, unter anderem im Zusammenhang mit den Vorbereitungen für die Bundesgartenschau 2015, seien

dazwischengekommen. " Das geht dann nach Dringlichkeit, und dann fällt eben einiges hinten runter."

Stockmeier sagt, ihm gegenüber hätten städtische Be-

amte auch die knappen Finanzen als Entschuldigung angegeben. Ein Argument, das er nicht gelten lassen will: " Auch das Bepflanzen und Anlegen der Beete kostet

Geld. Trotzdem tut man das überall. Nur für die Pflege hat man keins." Außerdem beschleicht ihn ein ungeheurer Verdacht: " Sobald man sich ein wenig aus der Innenstadt entfernt, wird es schlimmer. Nur der Geldadel am Westerberg wird anders behandelt." Dem widerspricht Geräts: " Der Westerberg wird nicht bevorzugt." Die Innenstadt habe dagegen Priorität, da sie das Aushängeschild der Stadt sei. Hier sehen die Stadtgärtner mindestens doppelt so häufig nach dem Rechten wie außerhalb der Wälle.

AM WESTERBERg gäbe es das nicht, meint Eckard Stockmeier (links), der hier mit seinen Nachbarn Friede! Dübber, Harry und Sascha Ahrens ein Distelbeet am Strothmannsweg inspiziert. Doch die Stadt widerspricht ihm. Die Disteln sind inzwischen abgemäht worden.Foto: Jörn Martens
Autor:
hpet


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