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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
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Überschrift:
Fachleute für Sonnenstrom tauschen sich aus
Zwischenüberschrift:
Kooperation mit Uni und El Salvador
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Fachleute für Sonnenstrom tauschen sich aus

Kooperation mit Uni in El Salvador

Osnabrück swa

Die jahrelange Zusammenarbeit zwischen der Fachhochschule Osnabrück und der Universidad Centroamericana (UCA) in El Salvador trug wieder Früchte: Die deutsche Schule in der Hauptstadt San Salavador nahm die erste netzgebundene Sonnenstromanlage in Betrieb, und der Osnabrücker Physikprofessor Dr. Klaus Kuhnke war dabei.

Kuhnkes Kollegen von der UCA haben auf dem Gebiet der Fotovoltaik viel Erfahrung mit so genannten Inselanlagen. In Mittelamerika ist Sonne reichlich vorhanden, und in den entlegenen Dörfern, die nicht ans Stromnetz angeschlossen sind, sorgen kleinere Anlagen für bescheidenen Luxus. Für den Betrieb eines Fernsehers oder eines Kassettenrecorders in jedem Haushalt reicht es.

Netzgebundene Fotovoltaikanlagen, so wie sie in Deutschland die Regel sind, gab es in El Salavador bisher noch nicht. Der Grund liegt für Kuhnke auf der Hand: Den Mittelamerikanern fehlt ein " Erneuerbare-Energien-Gesetz", so wie es in Deutschland gilt. Und bei seinem Besuch fand der Osnabrücker Hochschullehrer wieder ein sehr interessiertes Publikum. Dass seine Vorträge etwas bewirkten, zeige zum einen das neue Sonnenkraftwerk, mit 20 Kilowatt Leistung die größte netzgebundene Fotovoltaikanlage Lateinamerikas. Zum Zweiten plane die staatliche Stromversorgungsgesellschaft, zusammen mit der UCA eine netzgekoppelte 50-Kilowatt-Anlage zu errichten. Auch seine Überzeugung vom weltpolitischen Vorteil erneuerbarer Energien hätten seine Zuhörer geteilt. Spontanen Beifall bekam Kuhnke für den Satz: " Wer genug erneuerbare Energie hat, braucht um Öl keinen Krieg zu führen."

Nach seinen Vorträgen über das Erneuerbare-Energien-Gesetz vor Fachleuten wurde der Osnabrücker Solarprofessor bei Rundfunk und Fernsehstationen herumgereicht: " Da kann ich das dann alles noch einmal erklären."

Seine Zuhörer hätten die Mechanismen des deutschen Gesetzes überzeugt. Zum einen biete die auf 20 Jahre festgelegte Einspeisevergütung Planungssicherheit für den Investor, der eine Fotovoltaikanlage baue. Zum anderen sorge die von Jahr zu Jahr abnehmende Vergütung dafür, dass niemand mit seiner Investition warte.

Biodiesel

In El Salavador eilte Klaus Kuhnke von einer Einweihung zur nächsten. In einem kleinen Ort in der Nähe der Stadt San Miguel nahm er an der feierlichen Inbetriebnahme einer Kleinraffinerie für Biodiesel teil. Sogar die Schulkinder hatten frei, um an dem Fest teilnehmen zu können. Die finnische Entwicklung verwendet Öl aus den Früchten eines Baumes, der sonst nur die Funktion eines Sonnenschirms für Kaffeeplantagen hat. Besondere Bedeutung kommt der Biodieselproduktion für El Salavador deshalb zu, weil etwa ein Drittel des Stroms für das Land aus Ölkraftwerken kommt.

MINIRAFFINERIE für Biodiesel begeisterte Klaus Kuhnke.

DAS ERSTE netzgebundene Sonnenkraftwerk El Salvadors sorgt im Schulkindergarten der Deutschen Schule auch für Schatten.
Autor:
swa


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