User Online: 1 | Timeout: 06:40Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Stadt hilft den Anliegern, weil ein Meter fehlt
Zwischenüberschrift:
Krahnstraße: Jahrzehntelanges Gezerre um ein Fahrrecht
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Stadt hilft den Anliegern, weil ein Meter fehlt

Krahnstraße: Jahrzehntelanges Gezerre um ein Fahrrecht

Innenstadt rll

Weil ihnen der letzte Meter zum Innenhof fehlt, müssen drei oder vier Geschäftsleute der Krahnstraße ihre Lieferanten durch die Fußgängerzone schicken. Einigungsversuche in der Eigentümergemeinschaft sind immer wieder gescheitert, jetzt schaltet sich die Stadt ein.

Der Innenhof ist über eine Zufahrt von der Dielingerstraße erreichbar und wird als Parkplatz für die Anlieger genutzt. Zu den Anliegern gehören auch Geschäftsleute und Bewohner der Krahnstraße. Während der Stadtsanierung in den 70er Jahren wurden die Eigentums- und Nutzungsrechte neu geordnet.

Eigentlich, sagt Franz Schürings vom Fachbereich Städtebau, hätten damals auch die Anlieger der Krahnstraße ein Fahrrecht bekommen sollen. Aber durch widrige Umstände seien sie nicht zum Zuge gekommen: " Es fehlte buchstäblich der letzte Meter", bedauert Schürings.

Normalerweise kein Problem: Die Eigentümergemeinschaft hätte sich privatrechtlich einigen können. Doch angesichts der Vielzahl von Eigentümern und Nutzungsberechtigten scheiterte das Anliegen der Anlieger mehrfach. Bei allem guten Willen, den die Mehrheit aufbrachte, fehlten stets einige wenige Unterschriften. Dto halfen keine Überzeugungsversuche - irgendwo könne sich ja noch ein Wenn und Aber verbergen, mögen die Verweigerer geargwöhnt haben.

Jetzt bleibt als letztes Mittel ein Geh- und Fahrrecht zu Gunsten der Anlieger. Doch das lässt sich nicht per Dekret anordnen, sondern nur über eine Änderung des Bebauungsplans. Wie bei größeren Bauvorhaben üblich mit einer Bürgerbeteiligung, bei der jedermann und jedefrau eine Stellungnahme abgeben kann, die in das Verfahren eingeht.

Bis zum 21. März liegt der Entwurf für den Bebauungsplan Nr. 200 (Dielingerstraße, Ost) öffentlich aus - im Fachbereich Städtebau (Dominikanerkloster, Hasemauer 1) oder im Internet unter www.osnabrueck.de. Am Ende entscheidet der Stadtentwicklungsausschuss, ob ein Fahrrecht den fehlenden Meter kompensieren soll.

HINTER DIESER EINFAHRT tun sich Abgründe auf: Jetzt will die Stadt mit einer Änderung des Bebauungsplans Anliegern zu ihrem Fahrrecht verhelfen. Foto: Jörn Martens
Autor:
rll


Anfang der Liste Ende der Liste