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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Wohnhaus am Rosenplatz gleicht einer Müllkippe
Zwischenüberschrift:
Mieter abgehauen: Wohnungstüren stehen offen - Unbekannte hinterlassen Abfall - Bewohner klagen über Eigentümer
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Innenstadt

Aus der offenen Wohnungstür dringt der miefige Geruch von Alkohol und verrottetem Essen. Eine vergammelte Matratze und jede Menge Müll bedecken den verklebten Fußboden. Überall stehen leere Schnapsflaschen herum, und kein Mensch ist zu sehen. Das Appartment im Haus am Rosenplatz 1-2 wird zur Müllhalde - die Mieter sind einfach abgehauen.

" Den Gestank bekommt man den ganzen Tag nicht mehr aus der Nase", schimpft Jens Eitner. Seit einem halben Jahr wohnt er in dem Gebäude am Rosenplatz. Die Wohnung zwei Stockwerke unter ihm vergammelt zunehmend, Gestank verteilt sich im ganzen Haus. " Der Eigentümer in Berlin sagt immer , es wird erledigt', aber es passiert nichts", beschwert er sich.

Ob die Wohnung noch vermietet ist, weiß er nicht. Aber die Tür stehe immer offen, und nachts kämen Wohnungslose, die am anderen Morgen ihren Müll hinterließen. " Die drehen die Heizung immer voll auf und lassen Fenster und Türen offen", erzählt er. " Und zahlen müssen wir das, die Mieter." Schon des öfteren habe er die Polizei gerufen, um für Ordnung zu sorgen. " Aber die kommen immer wieder."

Gemeinsam mit dem Hausmeister räumt er des öfteren Wohnungen aus, weil die Mieter - zum großen Teil Sozialhilfeempfänger - einfach verschwinden. Im Gebäude kommt es immer wieder zu Zerstörungen. Zerschlagene Fensterscheiben und eingetretene Türen bleiben einfach liegen. Anwohner klagen über die Untätigkeit des Eigentümers.

Der dagegen ist sauer. Er schiebt den schwarzen Peter zurück an die Bewohner des Hauses. In einem Brief an die Mieter schreibt die Hausverwaltung jetzt: " Der Eigentümer ist nicht mehr gewillt, Kleinreparaturen in dem Haus vornehmen zu lassen, da diese umgehend wieder mutwillig von einigen Mietern zerstört werden." Zu verschulden hätten das 90 Prozent aller Bewohner. Als Gründe für das Aussetzen der Reparaturen nennt die Hausverwaltung hohe Mietschulden, zusätzliche Kosten für einen Hauswart zur Müllbeseitigung in der Tiefgarage oder die Verschmutzung des Treppenhauses wegen nicht genehmigter Tierhaltung. Erst wenn sich die Mieter an vertragliche Vereinbarungen hielten, sei man zu Sanierungen bereit.

Wegen Mietschulden keine Renovierungen

Immer wieder müsse der Hausmeister Wohnungen räumen, weil Bewohner einfach abhauten. Die dadurch entstandenen Mietschulden seien zurzeit genauso hoch wie die Reparaturkosten für Haustürschlösser, Fahrstühle oder Malerarbeiten. Des weiteren droht die Hausverwaltung, einen Brief an den Osnabrücker Bürgermeister zu schreiben. Dort wolle man gegen " Verleumdungen und verbale Angriffe" angehen.

Die vermüllte Wohnung soll nach Angaben des Hauswarts bald geräumt werden.

Fotountertitel

MÜLLHALDE AUF DEM BALKON: Der Gestank aus dem Appartement am Rosenplatz zieht durchs ganze Haus. Foto: privat
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