User Online: 1 | Timeout: 04:21Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Eine der ersten Adressen in Bahnhofsnähe
Zwischenüberschrift:
Schlagvorder Straße einst mit herrschaftlichen Häusern und der Weinstube "Rheingold"
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Eine der ersten Adressen in Bahnhofsnähe

Schlagvorder Straße einst mit herrschaftlichen Häusern und der Weinstube " Rheingold"

Innenstadt tos

Reger Verkehr herrschte in der Schlagvorder Straße schon im Jahr 1909, als diese Stadtansicht aufgenommen wurde.

Um die belebte Straßenszene fotografisch festzuhalten, mussten die Akteure damals lange stillstehen. Fußgänger, Automobilisten, Kutscher, sogar ein Schutzmann nebst Drahtesel, standen dem Fotografen scheinbar bereitwillig zur Verfügung. Für die Aufnahme wurde auch das Personal des Weinrestaurants an der Schlagvorder Straße auf die Terrasse zitiert.

Heinrich Schorn betrieb im Erdgeschoss des bis heute erhalten gebliebenen Gebäudes eine Weinstube mit dem wohlklingenden Namen " Rheingold". Von der Terrasse des Lokals hatten die Gäste direkten Blick auf den Goetheplatz (heute Stresemannplatz). Mitten auf dem einst begrünten Dreieck zwischen dem heutigen Goethering, Schlagvorder Straße und Möserstraße wurde am 16. Juli 1899 das mächtige Kaiser-Wilhelm-Denkmal enthüllt, das Ende des Zweiten Weltkrieges unter bis heute ungeklärten Umständen verschwand.

Die Schlagvorder Straße lag um 1900 in einer prachtvollen Umgebung: Repräsentative, herrschaftliche Wohn- und Geschäftshäuser und viel Grün bestimmten diesen Teil Osnabrücks. Das Viertel entstand nach der Einrichtung des ersten Osnabrücker Bahnhofs im Jahr 1855 und entwickelte sich schnell zu einer der ersten Adressen der Stadt. Handelshäuser, Banken, Lokalitäten und Privatleute siedelten sich in diesen Straßen an.

Im Hintergrund der Ansichtskarte ist die Kreuzung Schlagvorder Straße / Möserstraße zu erahnen. Im Erdgeschoss des markanten Eckhauses war eine Automobil-Centrale untergebracht.

Nur wenige der aufwändig gestalteten Gebäude aus der ersten Entwicklungsphase dieses Stadtviertels blieben erhalten. Ein großer Teil wurde während des Zweiten Weltkrieges zerstört. Auch das " Rheingold"- Weinrestaurant gibt es längst nicht mehr. In dem Gebäude sind heute Geschäfte und Mietwohnungen eingerichtet.

DAMALS noch ein üblicher Anblick auf der Schlagvorder Straße: die Pferdedroschke unterwegs neben Automobilen und Fahrrädern.

HEUTE lässt sich der Glanz früherer Zeiten an der Fassade noch erahnen. Ein großer Teil des Straßenzuges wurde im 2. Weltkrieg zerstört. Foto: Klaus Lindemann
Autor:
tos


Anfang der Liste Ende der Liste