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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
"Kein Schüler hat so etwas gewollt"
Zwischenüberschrift:
Wie konnte 83-jährige so schwer stürzen? - Großes Gedränge an der Bushaltestelle
Artikel:
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Originaltext:
" Kein Schüler hat so etwas gewollt"

Wie konnte 83-jährige so schwer stürzen?- Großes Gedränge an Bushaltestelle

Osnabrück tos

" Unsere Schüler sind keine rempelnden Rüpel, wie es in der Öffentlichkeit dargestellt wurde", betont Brigitte Degenhardt, Schulleiterin der Angelaschule. Sie wehrt sich gegen den Eindruck ihre Schüler hätten Montagmittag an der Haltestelle vor der Schule eine 83-jährige Frau überrannt und einfach liegen gelassen.

Der genaue Unfallhergang ist nach Polizeiangaben weiterhin unklar. Die Schülervertretung der Thomas-Morus-Schule will sich stellvertretend bei der Frau, die mit einem Oberschenkelbruch und Prellungen im Krankenhaus liegt, entschuldigen.

Nach Erkenntnissen von Brigitte Degenhardt und nach den Beobachtungen des Aufsicht führenden Lehrers der Angelaschule, Joachim Bolz, hat sich der Unfall anders als dargestellt zugetragen. Zwar kommte die Polizei bisher noch nicht ermitteln, wie es zum Sturz der Frau gekommen ist. Für die Schulleiterin ist aber sicher, dass keiner der Schüler vorsätzlich den Fall der 83-Jährigen herbeigeführt hat.

" Die Busaufsicht hat hier jeden Tag nach Schulschluss mit katastrophalen Zuständen zu kämpfen", weiß Lehrer Joachim Bolz aus eigener Erfahrung.

Zusammengerechnet besuchen etwa 1 800 Schüler die

Katastrophale Zustände beklagt

Angelaschule und die Thomas-Morus-Schule. Rund drei Viertel dieser Schüler fahren täglich mit dem Bus. Aber nicht nur sie drängeln sich ab 13 Uhr auf engstem Raum an der öffentlichen Bushaltestelle. Hinzu kommen noch die Schüler der Berufsbildenden Schule tunl weitere Fahrgäste, " ütt su MI 11 die Aufsicht es bei den Schulermassen nicht einmal, den Fahrradweg freizuhalten", berichtet Joachim Bolz. Den Sturz der älteren Dame habe er nicht bemerkt, weil er Schüler wegen des nahenden Busses von der Bordsteinkante zurückgedrängt habe. " Ich habe dann aber gesehen, dass vier Schülerinnen unserer Schule einer älteren Dame aufgeholfen und diese gestützt haben", erzählt Bolz. Er habe der verletzten Frau sofort eine Sitzgelegenheit besorgt und Notarzt und Polizei verständigt.

Hildegard Oevermann, Schulleiterin der gegenüberliegenden Thomas-Morus-Schule, hat versucht, den Vorfall im Gespräch mit ihren Schülern zu rekonstruieren. " Wie die Dame zu Fall gekommen ist, konnten wir nicht herausfinden. Mir wurde aber berichtet, dass nicht alle achtlos weitergelaufen sind, sondern Schülerinnen eingegriffen und der Frau geholfen haben", bestätigt sie. " Keiner unserer Schüler hat so etwas gewollt", betont die Schulleiterin. Das habe auch die spontane Reaktion des Schülerrates gezeigt: " Die Schülervertretung hat von sich aus erklärt, dass sie sich stellvertretend bei der verletzten Frau entschuldigen möchte", so Oevermann. In welcher Form das geschehen wird, darüber wird noch beraten.

Für die Pädagogin ist jetzt wichtig, mit den Schülern im Gespräch zu bleiben. Zudem müsse dringend etwas an der Verkehrssituation geändert werden, darin sind sich Hildegard Oevermann und Brigitte Degenhardt einig. Entweder müsse die Schülermasse entzerrt und auf mehrere Haltestellen aufgeteilt oder eine Bedarfshaltestelle, wie vor der Thomas-Morus-Schule, eingerichtet werden. Eine Bedarfshaltestelle birgt die Möglichkeit, dass Schüler direkt nach Schulende in wartende Busse einsteigen könnten. Beide Schulen wollen im Gespräch mit der Stadt nach einer Lösung suchen.

Die Ermittlungen der Polizei dauern an. " Wir werden allen Hinweisen nachgehen und versuchen, den genauen Unfallhergang zu klären", versprach gestern Polizeisprecher Georg Linke.

AUF ENGSTEM RAUM drängeln sich regelmäßig hunderte von Schülern an der Bushaltestelle vor der Angelaschule in Haste. Hier kam es Montagmittag nach einer Rempelei zum verhängnisvollen Sturz einer 83-jährigen Frau. Archiv-Foto: Klaus Lindemann
Autor:
tos


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