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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Frühlingsgefühle im Kleingarten
Zwischenüberschrift:
Gemüse kann gepflanzt werden - Blumen auf Fensterbank vorziehen
Artikel:
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Originaltext:
Frühlingsgefühle im Kleingarten

Gemüse kann gepflanzt werden - Blumen auf Fensterbank vorziehen

Osnabrück (lö)

Die Vögel zwitschern und die Fische schwimmen aufgeregt durch den kleinen Gartenteich. Frühlingsgefühle? Für Erika und Heinz Beßmann auf jeden Fall. Denn für sie hat endlich die schönste Jahreszeit begonnen: der Frühling.

Breite Sonnenstrahlen strömen durch die noch kahlen Bäume neben dem Kleingarten der Familie Beßmann. An einem Strauch leuchten kleine bunte Ostereier, und außer dem Rauschen des Windes und dem Vogelgezwitscher ist es still, als wäre Osnabrück weit weg.

Seit 1973 haben Erika und Heinz Beßmann einen Kleingarten am Bröckerweg. Seit drei Tagen ist dieser aus dem Winterschlaf erwacht. " Der Frühling ist die schönste Zeit im Jahr", sagt Heinz Beßmann. " Endlich kommen wir raus aus der Wohnung und rein in die frische Luft." Die beiden haben schon einiges geschafft. " In den ersten Tagen haben wir Unkraut beseitigt und alles von Grund auf gereinigt", erzählt Erika Beßmann. Mit einer Harke in der Hand steht sie im Gemüsebeet. Hinter ihr ragen Apfel-, Zwetschgen- und Pflaumenbäume neben einer Rasenfläche, die das Ehepaar bereits vom Laub befreit hat. Bis alles fertig ist, dauert es aber noch. Blumen können erst in ein paar Wochen im Garten gepflanzt werden. " Auch Kartoffeln kommen später, da sie keinen Frost vertragen", weiß Erika Beßmann. " Jetzt müssen erst die Zwiebeln gesteckt werden. Erbsen, Radieschen, Salat und Spargel können auch schon eingesetzt werden."

Seit Jahren pflanzen die beiden " von allem ein bisschen" an, sogar Thymian, Salbei und Bärlauch. All das gäbe es zwar auf dem Markt. " Wir essen es aber lieber so, wie es bei uns aus der Erde kommt, und wissen dann genau, woher wir es haben", ergänzt der Freund Klaus Riegner. Was für die einen wie Arbeit aussieht, ist für die Kleingärtner die beste Freizeitbeschäftigung. " Man hat Bewegung, frische Luft und Ruhe", schwärmt Erika und legt die Harke beiseite. " Na ja, und gelegentlich feiern wir hier auch ganz gern in geselliger Runde", ergänzt ihr Mann.

Rund 516 Gärten gehören zum Kleingärtnerverein Süd. Darunter sind viele Rentner, aber auch Familien. " Wir haben hier auch viele Ausländer, und alle machen ihre Gärten anders", weiß Heinz Beßmann. " Während wir das Gemüse mit Schnüren in einer Reihe anpflanzen oder die Bohnen an Latten ranken lassen, legen unsere Nachbarn aus der Türkei nicht so viel Wert auf Ordnung und holen sich Hölzer aus dem Wald." Aber gerade das sei eine angenehme Abwechslung. " Oft werden wir von ihnen eingeladen und essen dann auch schon mal Sachen, die wir selbst gar nicht kennen."

Mittlerweile steht die Mittagssonne schon recht hoch über dem Garten. Erika Beßmann geht in das kleine Häuschen und holt sich ein gekühltes Radler: " Das schmeckt jetzt einfach am besten", sagt sie und lässt sich gemütlich auf den durch die Sonne gewärmten Gartenstuhl fallen. Die Arbeit muss jetzt erst einmal warten.

ENDLICH FRÜHLING: Die Eheleute Erika und Heinz Beßmann machen ihren Kleingarten fit für den Sommer. Wenn das Unkraut gezupft und das letzte Laub beseitigt ist, wird das erste Gemüse gepflanzt. Foto: Hermann Pentermann

ES KANN GEPFLANZT WERDEN: Große Bohnen, Zwiebeln, Mangold, Spinat und erste Frühkartoffeln können bereits gesetzt werden. Foto: Elvira Parton

Tipps für den Garten

Auch wenn es in diesen Tagen schon sehr warm war, sollten Gartenfreunde mit dem Pflanzen von Blumen im Freien noch etwas warten. Sommerblumen wie Bechermalven, Feuersalbei, Männertreu, Leberbalsam und bald auch Sonnenblumen können aber auf der Fensterbank im Haus vorgezogen werden, empfiehlt Hans-Jörg Durstewitz vom Fachgeschäft Samen Frese.

Bei Gemüse dagegen könne bereits losgelegt werden. " Zwiebeln müssen gesteckt werden, große Bohnen, Mangold, Spinat, Radieschen, Möhren und erste Frühkartoffeln können bereits in die Erde", sagt er. Wer keinen Garten hat und sich nach mehr Grün sehnt, kann sich für 100 bis 250 Euro im Jahr einen Kleingarten mieten. Infos gibt Heinz Beßmann unter: 53566.
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