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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Proteste gegen Änderung der Buslinie 21
Zwischenüberschrift:
Anwohner gründen Initiative
Artikel:
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Originaltext:
Proteste gegen Änderung der Buslinie 21

Anwohner gründen Initiative

Atter (rei)

Ab August soll die Strothesiedlung in Atter von der Buslinie 21 abgeklemmt werden. So planen es derzeit die Stadtwerke. Doch in der Siedlung und in anderen Teilen Atters regt sich dagegen Protest. Vier Frauen haben jetzt die Initiative " Linie 21" gegründet, die sich gegen die Pläne der Stadtwerke wendet.

Eine von ihnen ist Antje Schulte-Schoh, die mit ihrer Familie in der Strothesiedlung wohnt. Ihre achtjährige Tochter fährt regelmäßig mit dem Bus zum Sport, zu Freunden oder zum Kindergottesdienst. " Es ist wichtig, dass die Linie für die Kinder erhalten bleibt", sagt Schulte-Schoh. Nur mit der jetzigen Linienführung können sie und andere Bewohner der Strothesiedlung ohne umzusteigen in den Ortskern von Atter fahren.

Besondere Sorge macht der Initiative, dass die Kinder beim Umsteigen eine vierspurige Straße überqueren müssten, sollte der Plan der Stadtwerke umgesetzt werden. Denn statt der Linie 21 soll zukünftig die Linie 33 durch die Strothesiedlung und weiter bis zum Attersee fahren. Im Gegenzug soll für die Linie 13, die derzeit zum Attersee fährt, an der Haltestelle Eversburg / Büren Schluss sein. Das würde für die Buskunden aus der Strothesiedlung bedeuten, dass sie erst mit der Linie 33 nach Eversburg fahren müssten, um dort in die Linie 21 nach Atter und Atterfeld umsteigen zu können.

Nach Auskunft von Ulf Middelberg, Sprecher der Stadtwerke, sind vor allem Wünsche von Anwohnern der Wersener Straße zwischen der Haltestelle Eversburger Platz und Barenteich der Grund der Änderung. Denn dort fährt der Bus bisher im 20-Minuten-Takt lang. Eine doppelte Linienführung würde die Wartezeit um die Hälfte verkürzen. " Derzeit überprüfen wir aber noch, wie hoch der Bedarf ist", sagt Middelberg im Hinblick auf die direkte Anbindung der Strothesiedlung an den Ortskern Atter und fügt hinzu: " Wir werden aber sicherstellen, dass die Einsatzwagen als Anbindung an die Schulen in der Strothesiedlung bleiben."

Antje Schulte-Schoh denkt aber auch an die Fahrten zu Freizeitaktivitäten. " Den Kindern wird so ihre Selbstständigkeit genommen", beschwert sich Schulte-Schoh. Denn die Alternative zur Busfahrt wäre, " die Kinder mit Autos durch die Gegend zu fahren". Einige Anwohner der Strothesiedlung hätten aber gar keine Autos. Und so könnten für die Kinder einige Veranstaltungen ganz wegfallen.

Deshalb hat die Initiative " Linie 21" jetzt Unterschriften gesammelt und sie Harald Schulte, Abteilungsleiter Verkehrsplanung bei den Stadtwerken, übergeben. Auch im Ortsrat soll das Thema auf den Tisch, kündigt Ortsbürgermeisterin Anne Fitschen an. Sie hofft, bei der nächsten Sitzung Anfang April einen Vertreter der Stadtwerke begrüßen zu können. Fitschen unterstützt die Initiative, " weil Atter sehr zersiedelt ist und der Bus dazu beiträgt, dass die Atteraner sich besuchen können". Ihr Engagement geht sogar so weit, dass sie den " Linie-21 - Song" geschrieben hat. Den haben die Mitglieder der Initiative bei der Unterschriftenübergabe vorgesungen.

MIT DER INITIATIVE " LINIE21" protestieren die Anwohner der Strothesiedlung gegen die Pläne der Stadtwerke, die Siedlung ab August von der Buslinie 21 abzuklemmen. Foto: Egmont Seiler
Autor:
rei


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