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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ein gehobenes Wohnviertel, damals wie heute
Zwischenüberschrift:
Im Katharinenviertel baute das Bürgertum, dann kamen die Studenten - und manche blieben als Professoren
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Weststadt Das Straßenbild hat sich zwar verändert, aber die Häuser rechts und links der Katharinenstraße haben ihre ursprüngliche Gestalt bewahrt. Nicht umsonst gilt das Katharinenviertel bis heute als eine bevorzugte Wohnlage in Osnabrück.

1869 wurde ein Behauungsplan für die ehemaligen Martinianer Laischaftsgärten vor dem Heger Tor aufgestellt. Die Straßenführung folgte einem älteren Feldweg, der heutigen Arndtstraße (hier quer verlaufend) sowie der von der Katharinenkirche ausgehenden Straße in westlicher Richtung. Bis etwa zum Jahr 1920 wurden hier durchaus repräsentative Wohnhäuser erstellt, die bis heute alle vorherrschenden Wohnstile repräsentieren: Die Spannweite reicht dabei vom schlichten traufenständigen Einfamilienhaus über klassizistische Landvillen und Mehrfamilienhäuser bis hin zum vom Bauhaus geprägten Etagenwohnhaus.

Gleich in den Jahren 1869 / 1870 wurde dabei mit der Bebauung an der Kreuzung von Arndtstraße und Katharinenstraße begonnen. Damals entstanden die beiden Häuser rechts und links auf unserem Foto: rechts zweigeschossig mit hohem Sockel und Drempel und reichem spätklassizistischen Fassadenschmuck. Links ein wenig schlichter in der Ausgestaltung, dafür aber durch den Balkon über dem Eckeingang zum Ladengeschäft herausgehoben.

Die Katharinenstraße ist heute als " Fahrradstraße" ausgewiesen und wurde vor einigen Jahren verkehrsberuhigt ausgebaut. Das Wohnviertel wird seit gut 25 Jahren in doppelter Hinsicht von der Universität geprägt. Zunächst siedelten sich hier einige Uni-Institute an. Dann zogen in den weiträumigen Altbauwohnungen, die anderweitig damals schlecht zu vermieten waren, die studentischen Wohngemeinschaften nach. Kenner der Szene sollen bis zum heutigen Tage an den Adressen ablesen können, welcher mehr oder weniger fest umschriebenen politischen Richtung der Bewohner oder die Bewohnerin zuneigte. Manche wohnen bis heute dort, nun aber selbst verbeamtet.

REICH GEGLIEDERTE FASSADEN, eine verkehrsberuhigte Wohnlage und ein Bäcker gleich um die Ecke: Das Katharinenviertel bietet auch heute viel Lebensqualität. Foto: Jörn Martens

DIE KATHARINENSTRASSE UM 1900: Die vielleicht 25 Jahre alten Bäume fehlen heute - und die Bedienung im Eckladen trug damals lange Kleider, aber sonst hat sich wenig verändert.
Autor:
fhv


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