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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Ein Bahnhof mit Rutsche, Sportbecken und Wellenbad
Zwischenüberschrift:
Schüler der Grundschule Eversburg machten sich Gedanken über den Verfall des Eversburger Bahnhofs
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Ein Bahnhof mit Rutsche, Sportbecken und Wellenbad?

Schüler der Grundschule Eversburg machten sich Gedanken über den Verfall des Eversburger Bahnhofs

Eversburg (andi)

Auf den ersten Blick ist es einfach nur malerisch, wie der alte Eversburger Bahnhof im Sonnenlicht steht, umrahmt von prachtigen Linden und Eichen. Aber das einst so hübsche Jugendstil Gebäude verfällt zusehends. Schüler der Grundschule Eversburg haben sich Gedanken darüber gemacht, was man dem Verfall entgegensetzen könnte.

" Ein Schwimmbad sollte man daraus machen", findet Nico aus der Klasse 3a. Wie seine Mitschüler hat er ein Bild von seiner Vision gemalt - mit Wellenbad, Rutsche, Sportbecken und allem Drum und Dran. Das Bild hängt neben den anderen auf einer Wandtafel in der Schule. Die kleine Ausstellung zeigt die Kreativität, die der verfallene Bahnhof bei den Kindern freisetzt: Luisa und Sophie würden statt des Schwimmbads eine Reithalle bevorzugen, Rabeatu eine Pizzeria und Jenny und Brinja eine Kinderdisko - ganz professionell mit Tanzfläche, Sitzecken und Bars. Einem sozialen Zweck würden Hannah, Eva und Fatma das Bahnhofsgebäude widmen: Sie haben ein Bild von einem Heim für alte Menschen gemalt, inklusive Güterzug vor der Tür. " Die Züge würden die Menschen ja nicht stören, weil sie dann immer was zu gucken hätten", sagen sie.

Lauter schöne Ideen, die Erwachsenen nicht besser einfallen könnten - fehlt nur noch der Geldgeber, Das Projekt unter der Leitung von Sachunterrichtslehrer Thorsten Steinbrinker hat dieser und der Parallelklasse viel Wissen über die Eversburger Bahngeschichte gebracht. Neben den Zukunftsvisionen der 3a hat die 3c daraus eine zweite Schautafel gestaltet, auf der ebenfalls selbst gemalte Bilder und Collagen die Forschungsergebnisse dokumentieren. " 1857 wurde die Strecke von Eversburg zum Piesberg eröffnet, damit von da Kohle abtransportiert werden konnte", erklärt Adrien das erste Bild, " den Bahnhof gab es zu der Zeit noch nicht."

Auf dem Bild von Vanessas Gruppe sind schon Gleise in zwei Richtungen zu sehen, aber noch kein Bahnhof. " Das ist nach 1867, als die Strecke Osnabrück-Oldenburg eröffnet wurde", sagt sie. Noch mehr Gleise werden es ab 1903, mit der Eröffnung der Eisenbahnverbindung nach Rheine. Damit stieg auch der Bedarf für einen größeren Bahnhof: " 1905 wurde der große Jugendstil-Bahnhof gebaut", erklärt Angelika, " weil so viele Menschen Zug gefahren sind, es gab ja noch kaum Autos." Typisch für den Jugendstil sei der Bogen über dem Eingang, weiß Leonie.

Schließlich erklären die Schüler ihr Bild von 1991: Ein trauriges Gesicht sieht auf den Bahnhof herab - weil der in diesem Jahr, geschlossen wurde. Wie ihre Mitschüler aus der Parallelklasse hoffen die Kinder der 3c jetzt darauf, dass bald jemand kommt und dem Gebäude neues Leben gibt.

Zur Sache

Der Bahnhof

Seit der denkmalgeschützte Eversburger Bahnhof 1991 stillgelegt wurde, ist sein Schicksal ungewiss. Mehrfach hat das Gebäude den Besitzer gewechselt, zwischenzeitlich entwickelte Nutzungskonzepte wie die Einrichtung eines Restaurants scheiterten stets an der Finanzierung. Über die Pläne der jetzigen Besitzer ist nichts bekannt.

DIE JUNGEN FORSCHER vor dem Eversburger Bahnhof. Foto: Hermann Pentermann
Autor:
andi


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