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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Nach der Hektik die Entdeckung der Langsamkeit
Zwischenüberschrift:
Im neuen Baugebiet am Mühlenkamp stehen ein halbes Jahr nach Erschließungsbeginn nur zwei halbfertige Häuser
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Nach der Hektik die Entdeckung der Langsamkeit

Im neuen Baugebiet am Mühlenkamp stehen ein halbes Jahr nach Erschließungsbeginn nur zwei halbfertige Häuser

Von Hauke Petersen

Voxtrup

Erst konnte es nicht schnell genug gehen, jetzt geht seit einiger Zeit fast gar nichts. Gerade mal ein halbes Jahr ist es her, dass die Firma Echterhoff die ersten vorbereitenden Arbeiten vornahm, noch ehe die Politik ihr OK für das Baugebiet Am Mühlenkamp geben konnte. Von den geplanten 70 Einzel- und Doppelhäusern stehen bis dato aber kaum zwei.

" Ein Stück aus dem Tollhaus", schimpfte Ortsbürgermeister Ulf Jürgens im Dezember 2004. Die Empörung war groß, als die Firma Echterhoff ihre Bagger schon auf die freie Fläche zwischen Mühlenkamp und Eichenallee schickte, um mit der Erschließung zu beginnen. Weder Rat noch Ortsrat hatten bis dahin den Bebauungsplan für das Gebiet abgesegnet.

Inzwischen hat sich die Lage beruhigt. Etwas zu sehr meinen manche, denn viel passiert derzeit nicht auf dem Areal. " Wenn ich überlege, was für ein Druck ausgeübt wurde, ist das schon sehr ärgerlich", erinnert sich Ulf Jürgens heute. Schon damals habe er den Entwurf von Echterhoff kritisiert. " Da steht ein Kasten neben dem anderen. Im Grunde passt da nichts."

" Es läuft alles nach Plan", sagt dagegen Udo Höher, Geschäftsführer der EC Projektgesellschaft, hinter der sich die Echterhoff-Gruppe und die Sparkasse verbergen. Die Erschließungsarbeiten und die Bachrenaturierung seien inzwischen vollendet und abgenommen, und auch die Vermarktung sei zufrieden stellend. Genaue Zahlen will er freilich nicht nennen.

Doch warum ist noch nicht einmal ein Haus fertig? Höher verweist auf eine Frist von drei Jahren, in der die Erwerber mit dem Bau ihrer Häuser begonnen haben müssen. Auf die etwaige Insolvenz eines Subunternehmers angesprochen, gibt er sich zugeknöpft: " Das mag so sein, ich weiß es nicht. Das passiert ja heutzutage öfter mal."

Vom Käufer einer halbfertigen Doppelhaushälfte erfuhr unsere Zeitung, dass tatsächlich ein von Echterhoff eingesetzter Generalunternehmer zahlungsunfähig sein soll. Eine Stellungnahme der wohl betroffenen Ankumer Firma war aber nicht zu bekommen. Sechs Wochen habe sich gar nichts getan, erzählt der zukünftige Münlenkamp-Anrainer weiter. Jetzt sei endlich ein neues Unternehmen angerückt, um die Maurerarbeiten wieder aufzunehmen.

NOCH ETWAS EINSAM steht dieses Doppelhaus am Mühlenkamp in Voxtrup. Nah dem Willen der Projektgesellschaft sollen in diesem Baugebiet aber bald 70 Häuser entstehen. Foto: Jörn Martens
Autor:
Hauke Petersen


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