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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Hochspannung: Initiative will eigenes Gutachten
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Schwerpunkt wird der Kostenvergleich
Artikel:
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Originaltext:
Hochspannung: Initiative will eigenes Gutachten

Schwerpunkt wird der Kostenvergleich

Widukindland (rei) Die Initiative Hochspannung will ein eigenes Gutachten über mögliche Trassenführungen für ein Erdkabel erstellen lassen. Ein Schwerpunkt wird dabei der Kostenvergleich zwischen einem Erdkabel und der von der RWE geplanten 110-KV-Leitung zwischen Belm und Lüstringen sein.

Zwei mögliche Trassenführungen für ein Erdkabel - einmal nördlich und einmal südlich der Bahnlinie - sollen in dem Gutachten ausgearbeitet werden. Doch in trockenen Tüchern ist das Gutachten bisher nicht. " Mindestens 15 000 Euro oder mehr" werde es kosten, schätzt Helmut Körte von der Initiative. Die genaue Summe wollen die Anbieter am Ende der Woche nennen. Eigentümer, Kommunen, Parteien und andere Institutionen, die sich gegen die Freileitung ausgesprochen haben, sollen um eine Mitfinanzierung des Gutachtens gebeten werden.

Verfasst würde das Gutachten von unabhängigen Experten, die sich vor Ort bereits einen Eindruck verschafft haben. Den Kostenvergleich und die elektrotechnischen Aspekte würde Prof. Heinrich Brakelmann von der Uni Duisburg übernehmen. Der ehemalige EON-Mitarbeiter hat in einer Studie belegt, dass je nach Bedingung Erdkabel günstiger sein können als Freileitungen. Das gilt nach Brakelmanns Erkenntnissen gerade im Bereich der Hochspannungen.

Überhaupt seien laut Experten die Erdkabel in den vergangenen Jahren wesentlich günstiger geworden, so Helmut Körte. Bis vor einigen Jahren sei ein Erdkabel noch um das fünf- bis siebenfache teurer gewesen als eine Freileitung. Das war Ende der 90er Jahre ein wichtiger Grund für die damalige Bezirksregierung, den Antrag der RWE auf eine Freileitung zu bewilligen. Nun wollen die Hochspannungsgegner belegen, dass sich das inzwischen eklatant geändert hat. Höchstens doppelt so teuer sei ein

Gespräch mit der RWE gescheitert

Erdkabel heutzutage. Dafür fielen Kosten für die Enteignung von Grundstücken und umweltschonende Maßnahmen weg, argumentiert Helmut Körte. Die Bedingungen für die Tiefbauarbeiten und Kabelkanalführung soll das schleswig-holsteinische Unternehmen GEOüberprüfen. Die Initiative will damit im Planfeststellungsverfahren gegen die RWE punkten. Die argumentiere mit alten Zahlen, sagt Körte. Ein geplantes Gespräch mit der RWE ist indes nicht zu Stande gekommen, weil der Energiekonzern wollte, dass nur drei Mitglieder der Initiative am Gespräch teilnehmen, nicht aber Vertreter von Parteien, Kommunen oder Medien. Körte bedauert, dass es zu dem Gespräch nicht gekommen ist. Die Initiative sei bereit gewesen, gemeinsam mit dem Energiekonzern einen Gutachter zu beauftragen.
Autor:
rei


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