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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Bald heißt es gehen statt stehen und warten
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Haltestelle am Klinikum Natruper Holz macht dicht
Artikel:
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Originaltext:
Bald heißt es gehen statt stehen und warten

Haltestelle am Klinikum Natruper Holz macht dicht

Eversburg (hpet) Fest steht es schon länger: Mit dem neuen Fahrplan im August wird die Buslinie 33 nicht mehr das Klinikum Natruper Holz anfahren. Mitarbeiter, Patienten und deren Besucher müssen dann die gut 300 Meter zur Ecke Sedanstraße / Am Natruper Holz auf sich nehmen. Vor allem für ältere Menschen ein langer Weg. Es stellt sich die Frage, ob alles versucht wurde, dies zu verhindern.

Der Geschäftsführer des Klinikums, Dr. Hansjörg Hermes, sieht die Folgen: " Ich bedaure die Entscheidung. Hier geht es nicht um unser Klinikpersonal, sondern vor allem um die Patienten und ihre Besucher." Hermes verweist auf mehrere Verhandlungen, die er mit dem Vorstand der Stadtwerke, Prof. Dr. Stefan Rolfes, geführt habe. Ohne Erfolg, wie er zugibt. " Es ist eine unternehmerische Entscheidung der Stadtwerke, und die müssen wir akzeptieren."

Das taten die Atteraner nicht. Mit Erfolg wehrten sie sich gegen die geplante Aufhebung der Stichfahrt in die Strothsiedlung. Nach dem neuen Fahrplan verkehren dort nun zumindest mehrmals am Tag Einsatzbusse in Richtung Atter und Atterfeld, um Grundschüler zu ihren Freizeitaktivitäten zu bringen.

Warum also keine organisierten Proteste am Natruper Holz? Ein wichtiger Grund wird sein, dass nur wenige Menschen dauerhaft von der Streichung betroffen sind. Wenn Patienten nach einiger Zeit wieder entlassen werden, kommen auch ihre Besucher nicht mehr. Außerdem ist es naturgemäß schwer, eine Initiative zu bilden, wenn man gar nicht überblicken kann, wer betroffen ist.

Doch trotz dieser Hindernisse ist bei den Stadtwerken zumindest eine Unterschriftenliste eingegangen, wie Sprecher Ulf Middelberg bestätigt. Man habe auch darauf geantwortet und erklärt, warum der Schritt notwendig sei. Nur so könne der geplante Zehn-Minuten-Takt an der Wersener Straße eingehalten werden.

Eine so genannte Rufhaltestelle, die nur angefahren wird, wenn zuvor jemand signalisiert hat, dass er dort wartet, ist laut Middelberg ebenfalls keine Lösung. " Auch dann müssten wir die eventuelle Fahrzeit in den Plan einbauen." Schlechte Nachrichten also für die etwa hundert Menschen, die sich mit ihrer Unterschrift gegen die Abschaffung der Haltestelle ausgesprochen hatten. " Das sind übrigens weit mehr, als wir dort Fahrgäste haben", fügt Middelberg hinzu.

VON DER HALTESTELLE am Klinikum Natruper Holz fahren bald keine Busse mehr ab. Erst in 300 Meter Entfernung hält der nächste Bus. Foto: Egmont Seiler
Autor:
hpet


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