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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Mit dem Bauplan geht´s ins Maisfeld
Zwischenüberschrift:
Der mühsame Weg vom Acker zum Vergnügungs-Irrgarten in Nahne
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Mit dem Bauplan geht' s ins Maisfeld

Der mühsame Weg vom Acker zum Vergnügungs-Irrgarten in Nahne

Osnabrück (cko) Man irrt durch die Gänge und landet immer wieder in Sackgassen. Bis zu zwei Stunden können bei der Suche nach dem richtigen Ausgang vergehen: Maislabyrinthe sind für viele eine tolle Herausforderung. Doch hinter den Irrgärten steckt viel Arbeit, weiß auch Familie Padeffke: Etwa fünf Monate vergehen im Schnitt vom Säen der Maissamen bis zum fertigen Labyrinth. Rund zwei Wochen Arbeit macht allein das Schneiden des Motivs.

Familie Padeffke lädt diejenigen, die sich gern in die Irre führen lassen, in ihr Maislabyrinth in Nahne ein. In einem Urlaub entdeckten die Osnabrücker mehrere Irrgärten, fanden die Idee toll und machten sie nach. Nun sät und schneidet die Familie die Labyrinthe seit fünf Jahren selbst in ihre Felder. Das Ergebnis: Etwa 180 Stunden Arbeit und viel Vergnügen an der Freude der Besucher.

Los geht' s im Mai. Normalerweise wird der Mais nach den " Eisheiligen" gesät, wenn der April sehr warm ist, aber auch schon früher. So wie in diesem Jahr. " Der Mai war dann aber so kalt, dass wir Angst hatten, die Pflanzen könnten abfrieren", erzählte Sigrid Padeffke. Die Familie hatte Glück, der Mais nahm keinen Schaden.

Nach dem Säen der Maissamen beginnt dann erst mal die Kopfarbeit. " Wir haben keine Bauanleitung für das Maislabyrinth und müssen überlegen, was für Formen wir in das Feld schneiden können", so die Osnabrückerin. " Wir wollen nicht nur geometrische Muster machen, sondern richtige Motive, die man beim Rundlauf abgeht."

Die Form eines Treckers, eines Bauernhofs oder einer Sonne schnitt die Familie zum Beispiel schon in den Mais. Meistens bilden sie mehrere Motive in einem Irrgarten ab. Etwa 35 000 Quadratmeter groß ist das Maisfeld, da ist viel Platz für Motive.

Wenn die Pflanzen etwa kniehoch sind, rückt die Familie mit Maßband und Schneidegeräten an. Drei bis fünf Helfer benötigen sie zum Schneiden des Motivs. Der Durchmesser, die Strecken und die Größe des Labyrinths müssen genau abgemessen werden. Maßstabgetreu werden die Maispflanzen geschnitten. Sind alle Wege des Labyrinths fertig, wird Stroh oder Ähnliches gestreut, um die Gänge zu befestigen.

Nun heißt es abwarten. Der Mais muss erst mal wachsen. Wenn das Wetter feucht und warm ist, geht das am schnellsten. In der Zwischenzeit denkt sich die Familie schon erste Aufgaben für die Besucher aus. Als Anreiz für die kleinen Gäste bereitet sie Gewinnspiele vor. " Die ganz Kleinen bekommen eine Postkarte und müssen im Labyrinth bestimmte Tafeln mit Bildern finden", erzählt Padeffke. " Die Schüler bekommen Fragen gestellt und müssen in den Gängen die Antworttafeln suchen."

Im August ist der Mais im Labyrinth meistens hoch genug, dann kann die Suche nach dem richtigen Weg losgehen. Wenn das Wetter mitspielt, kann man bis Ende Oktober in den Gängen herumlaufen. Besucher, die das Feld nicht kennen, irren manchmal bis zu zwei Stunden darin herum. Manchmal gibt die Familie auch Tipps für Abkürzungen. Padeffke: " Bisher ist noch jeder wieder rausgekommen."

Die Familie freut sich jedes Jahr auf die Besucher. " Es ist toll zu sehen, was die Kinder und auch die Erwachsenen für Spaß an dem Labyrinth haben", so Sigrid Padeffke. In einigen Wochen geht es ja wieder los.

DIE GANZE FAMILIE PADEFFKE fasst mit an, um Wege zwischen die Maispflanzen zu schneiden. Auf ihnen sollen sich die Besucher bald vergnüglich verirren können. Foto: Gert Westdörp

EIN SCHAF, ein Huhn, ein Schwein und andere Tiere schnitt Familie Padeffke im vergangenen Jahr in ihr Maislabyrinth.
Autor:
cko


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