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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Bald verschwindet eine Baulücke
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Fünf Geschosse aus Glas und Stein: Am Jürgensort entsteht die Kamp-Galerie
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Bald verschwindet eine Baulücke

Fünf Geschosse aus Glas und Stein: Am Jürgensort entsteht die " Kamp-Galerie"

Von Frank Henrichvark

Osnabrück

Einer der letzten Behelfsbauten aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg wird bald verschwinden: An der Ecke von Jürgensort und Kamp soll ein fünfgeschossiges Wohn-und Geschäftshaus entstehen.

Architekt Werner Lürwer und Bauherr Uwe Lehmkuhl aus Ibbenbüren stellten jetzt die Planung näher vor. Danach ist auf dem Eckgrundstück zunächst ein fünfgeschossiges Wohn- und Geschäftshaus plus Tiefgarage mit einer Geschossfläche von 2 400 Quadratmetern vorgesehen.

Eine Altlast der Innenstadtsanierung

In einem zweiten Bauabschnitt könnte das Projekt auf das benachbarte Hinterhof-Grundstück am Kamp ausgedehnt werden. Die neue " Kamp-Galerie" wird flexible Ladenfläche über zwei Etagen sowie darüber Büros und Wohnetagen bis zum Penthouse im Dachgeschoss bieten.

Die klar gegliederte Fassade aus Glas und Naturstein nimmt die Maßstäblichkeit der umliegenden Bauten auf und setzt zugleich einen markanten städtebaulichen Akzent auf einer der letzten Flächen, die trotz der Innenstadtsanierung nach wie vor mit einem Behelfsbau der Nachkriegszeit blockiert sind. Damals wurde zwar das gesamte Quartier am Kamp auf der Rückseite der Großen Straße neu geordnet. Allerdings bremste das " Haus Brehe" noch bis in die späten 80er Jahre als Stehimweg das großzügige Konzept für den zweispurigen Busring.

Derzeit veranstaltet der letzte verbliebene Mieter einen Räumungsverkauf und wandert in die Kamp-Promenade. Damit geht dann die Nutzung des Ladenlokals vorerst zu Ende. In den letzten Jahren wurden hier Schallplatten und " junge Mode" im Bereich Herrenoberbekleidung verkauft, aber auch schon mal Schmuck im Sonderangebot verramscht.

Letzte Werbe-Grüße an der Hauswand

" Noch in diesem Herbst", so sagte Architekt Werner Lürwer gestern, solle deshalb der Bagger anrollen. Mit dem Baubeginn rechne er dann im Oktober. Damit würde dann auch endgültig eine Kuriosität und Reminiszenz an längst vergangene Zeiten im Osnabrücker Einzelhandel aus dem Stadtbild verschwinden. Denn am benachbarten Giebel werben derzeit noch unverdrossen zwei Einzelhandelsgeschäfte mit ihrem guten Namen, die längst nicht mehr existieren: Das " Cafe Löbbert" wurde mittlerweile zum " Cafe Extrablatt" an gleicher Stelle. Und das Modehaus Osterhaus, auch das liegt schon Jahre zurück, verschwand im Rahmen eines Insolvenzverfahrens aus der Großen Straße.

DIE KAMP-GALERIE soll auf dem Eckgrundstück am Jürgensort entstehen: 2 400 Quadratmeter Geschossfläche in einem fünfgeschossigen Wohn- und Geschäftshaus.

BEHELFSBAU MIT TRADITION: In wenigen Wochen kann der Flachbau am Jürgensort abgerissen werden. Dann verschwinden auch die Reklameaufschriften zweier längst vergessener Firmen aus dem Stadtbild. Foto: Michael Hehmann
Autor:
Frank Henrichvark


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