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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
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Inhalt:
Überschrift:
Kompromiss im Streit um die Haltestelle
Zwischenüberschrift:
Die Lösung: Ein Doppel-Name
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Kompromiss im Streit um die Haltestelle

Die Lösung: Ein Doppel-Name

Osnabrück (fhv) Mit welcher Heftigkeit in den letzten Tagen für Adolf Reichwein gestritten wurde, muss die Stadtwerke doch überrascht haben. Gestern gab es eine überraschende Wendung: Nun soll die Bushaltestelle am Kamp auf den Namen " Kamp-Promenade / Adolf-Reichwein-Platz" getauft werden.

Von dieser salomonischen Entscheidung berichtete gestern Ulf Middelberg, bei den Stadtwerken für den öffentlichen Nahverkehr zuständig: Die Kompromiss-Lösung sei eine Entscheidung des Stadt-werke-Vorstands Dr. Stefan Rolfes höchstpersönlich gewesen.

Damit wäre ein Konflikt entschärft, der in seiner Vehemenz offensichtlich die Urheber überraschte. " Es ging uns ja nicht um die Person Adolf Reichwein", beteuerte gestern Ulf Middelberg, der zugleich aber auch davon sprach, die " Orientierung der Bus-Kunden" müsse bei dem Verkehrsbetrieb im Vordergrund stehen.

Allerdings ist dieser Gedanke nicht ganz ohne Brisanz. Denn neben der " Kamp-Promenade" in 300 bis 500 Meter Entfernung steht ab heute auch die kommende " Kamp-Galerie" als potenzieller Orientierungspunkt und Adresse im Raum.

Weshalb Middelberg auch einräumte, man müsse das Thema im Hause der Stadtwerke womöglich noch einmal " neu denken". Ohnehin wird das Angebot, Firmen könnten sich eine Haltestelle vor der Haustür " kaufen", auch in der Wirtschaft sehr differenziert betrachtet. Der Media-Markt in Belm, so wurde zwischenzeitlich ebenfalls bekannt, hat auf dieses Angebot in der Vergangenheit mit Zurückhaltung reagiert.

Zuletzt hatten nach der SPD auch Vertreter der Grünen gefordert, der Rat solle sich für die Beibehaltung der Bezeichnung " Adolf-Reichwein-Platz" für die Bushaltestelle einsetzen. Der städtische Pressesprecher Dr. Sven Jürgensen sagte dazu, grundsätzlich gebe es zwar ein Weisungsrecht des Rates an die städtischen Tochterunternehmen. Der Aufsichtsrat hatte sich bereits (ohne Beschluss zur Rücknahme der umstrittenen Benennung) mit dem Thema beschäftigt. Einen erneuten Vorstoß im Verwaltungsausschuss am kommenden Dienstag hielt er jedoch für eher unwahrscheinlich. Auf der Tagesordnung dieser außerordentlichen Sitzung stehe allein das Thema Abfallwirtschaft.

IM HALTESTELLEN-STREIT wurde ein Kompromiss gefunden. Foto: Gert Westdörp
Autor:
fhv


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