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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Was tun, wenn die Stadt den Plan geändert hat?
Zwischenüberschrift:
Ehepaar wurde erst beim Abriss des Nachbarhauses stutzig
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Was tun, wenn die Stadt den Plan geändert hat?

Ehepaar wurde erst beim Abriss des Nachbarhauses stutzig

Innenstadt (hpet) Maria und Rolf Mehrmann leben idyllisch inmitten der Innenstadt. Ihnen gehört ein schönes Grundstück an der Hasemauer. Auf dem steht ein Mehrfamilienhaus mit einem kleinen Garten, in den die Sonne scheint. Das soll auch so bleiben, sagen die beiden. Doch der Bebauungsplan gefährdet den Status quo. Er sieht direkt nebenan ein zweigeschossiges Haus vor.

Schon 1987 ist der Plan von der Stadt entsprechend geändert worden. Erst sah es so aus, als würde das ohne Konsequenzen bleiben. Doch als die benachbarte Gaststätte aufgab und das Grundstück an die angrenzende Steuerberaterkanzlei ging, kamen die Steine buchstäblich ins Rollen.

Erst wurde das Haus abgerissen, um Platz zu machen für einen Anbau der Kanzlei. Auf dem rückwärtigen Teil des Grundstücks, so hieß es zunächst, sollten Parkplätze entstehen, doch davon ist man inzwischen wohl abgekommen. Nun hat ein Architekt das Grundstück erworben, der schon in der Vergangenheit mit seiner trickreichen Auslegung der Bauordnung aufgefallen ist. Die Mehrmanns erwarten, dass in kurzer Zeit ein Mehrfamilienhaus hochgezogen wird. " Ich bin überzeugt, die Pläne liegen schon in der Schublade", befürchtet Rolf Mehrmann.

Grundsätzlich darf er das, denn der Bebauungsplan erlaubt es ihm. Und an dem ist nicht mehr zu rütteln. Vor 18 Jahren hätten die Mehrmanns sich dagegen wenden können, erklärt Franz Schürings, der Leiter des Fachbereichs Städtebau. Die Pläne hätten damals, wie gesetzlich vorgeschrieben, öffentlich ausgehangen. Das ist den Mehrmanns entgangen. Sie sind kein Einzelfall.

Schürings weiß um diese Problematik. Zwar sei jede geplante Bebauungsplanänderung in den amtlichen Bekanntmachungen der Neuen Osnabrücker Zeitung angekündigt, jeweils mit dem Vermerk, dass die Pläne im Dominikanerkloster öffentlich ausgelegt werden. Aber vielen Zeitungslesern entgehe der amtliche Teil. Deshalb habe der Fachbereich seine Öffentlichkeitsarbeit ausgebaut. Über Bebauungsplanänderungen werde in Pressegesprächen informiert, über die im redaktionellen Teil berichtet werde. Außerdem sei man dabei, den Internetauftritt der Stadt zu überarbeiten und der Stadtplanung eine etwas prominentere Stelle zuzuteilen. " Momentan ist die nicht leicht zu finden", bedauert Schürings.

Doch das alles hilft den Mehrmanns nun nicht mehr. Erst wenn konkrete Bauanträge für das Nachbargrundstück vorlägen, könnten sie einen so genannten Nachbarwiderspruch einlegen, erklärt Schürings. Doch wie erfährt man nun wieder von einem Bauantrag? Jeder Nachbar könne die Verwaltung darum bitten, über einen solchen Antrag verständigt zu werden, sagt Schürings. Diese Bitte haben die Mehrmanns

natürlich schon längst geäußert.

GEFÄHRDETE IDYLLE: Über dem kleinen Garten von Maria und Rolf Mehrmann braut sich etwas zusammen. Foto: Michael Hehmann
Autor:
hpet


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