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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Was von Mösers Geburtshaus geblieben ist
Zwischenüberschrift:
Im Krieg zerstört und später wieder aufgebaut: Das Haus am Markt 26 / 27 im Wandel der Zeit
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zeitreise in der Altstadt

Was von Mösers Geburtshaus geblieben ist

Im Krieg zerstört und später wieder aufgebaut: Das Haus am Markt 26 / 27 im Wandel der Zeit

Innenstadt tos

In unmittelbarer Nachbarschaft zum Chor der St.-Marien-Kirche, dort, wo die Paul-Oeser-Straße vom Markt abzweigt, stand bis 1944 das Haus, in dem Justus Möser im Jahr 1720 geboren wurde. Das im Krieg zerstörte Gebäude wurde 1958 in leicht veränderter Gestalt wieder aufgebaut. Heute sind in dem verwinkelten Haus das beliebte " Cafè am Markt" und Mietwohnungen untergebracht.

Eine Gedenktafel an der Hauswand erinnert heute daran, dass hier am Markt 26 / 27 das Geburtshaus des Juristen, Historikers und Verwaltungsbeamten Möser gestanden hat.

Mösers Vater hatte das Haus 1710 erworben, in dem Justus und seine acht Geschwister geboren wurden. 26 Jahre lang hat Möser in dem zurückliegenden Spitzgiebelhaus und dem damit verbundenen spätgotischen kleinen Vorderhaus mit dem schmückenden, winkligen Giebel gelebt.

Justus Möser zog in die Hakenstraße um und verkaufte 1775 / 76 das Gebäude.

Zum 100. Todestag von Justus Möser ließ der Magistrat der Stadt Osnabrück im Jahr 1894 eine Marmortafel an dem Haus anbringen, um an den früheren Bewohner zu erinnern. Am 13. September 1944 wurde das Gebäude bei einem Bombenangriff, dem auch die Giebelhäuser, das Rathaus und die Marienkirche zum Opfer fielen, zerstört. 1952 ließ die Stadt die Ruinen abreißen. Auf dem Grundstück wurde ein historisch annähernd korrekt rekonstruiertes " Möserhaus" errichtet. Die ursprüngliche Gestalt wurde nachgezeichnet, nur das Vorderhaus bekam ein zusätzliches Geschoss und wurde im Erdgeschoss mit Schaufenstern versehen. Die Firma Fuchs + Sanders verkaufte hier einige Jahre Eisenwaren aller Art. Später sollte hier ein Spielsalon eingerichtet werden, schließlich etablierte sich aber im Erdgeschoss ein Cafe.

1981 erwarb die Stadt das Gebäude und überließ es einige Jahre später den Evangelischen Stiftungen, die noch heute Eigentümer des Möserhauses sind.

Ende der 80er Jahre wurde eine Nutzung durch die Möser-Gesellschaft diskutiert, die das stadthistorisch bedeutsame Haus der Öffentlichkeit zugänglich machen wollte. Überlegt wurde, hier Gegenstände aus dem Nachlass Justus Mösers unterzubringen.

Die Grabplatte des berühmten Osnabrückers, der 1794 starb, ist nur wenige Meter von Mösers Geburtshaus entfernt in der Marienkirche zu sehen.

EINE ANSICHTSKARTE VON 1917 zeigt das Möserhaus am Markt. Unser Leser Dieter Mehring aus Moers hat uns das Motiv zur Verfügung gestellt.

MÖSERS GEBURTSHAUS HEUTE: Das Vorderhaus bekam nach dem Krieg ein zusätzliches Geschoss, im Erdgeschoss wurden Schaufenster eingebaut. Foto: Michael Hehmann
Autor:
tos


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