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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Sutthausen nach dem Unfall: Muss eine Ampel her?
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An der Hermann-Ehlers-Straße wurde eine Fünfjährige schwer verletzt - Planer schreckten vor Mehrkosten zurück
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Sutthausen nach dem Unfall: Muss eine Ampel her?

An der Hermann-Ehlers-Straße wurde eine Fünfjährige schwer verletzt - Planer schreckten vor Mehrkosten zurück

Von Birte Tost

Sutthausen

Schon seit langem wird die Einrichtung einer Ampelanlage an der Hermann-Ehlers-Straße diskutiert, um Kindergartenkindern, Schülern und Fußgängern in der Nähe des Sutthauser Bahnhofs ein sicheres Überqueren der stark befahrenen Ausfallstraße zu ermöglichen. Am Donnerstag wurde ein fünfjähriges Mädchen bei einem Verkehrsunfall kurz vor der St-Florian-Straße schwer verletzt. Jetzt stellt sich die Frage: Ist eine Verkehrsinsel als Überquerungshilfe an dieser Gefahrenstelle ausreichend?

Vor gut zwei Jahren trafen sich Verkehrsplaner und Ortsratsvertreter, um die Verkehrsprobleme am Sutthauser Bannhof vor Ort zu diskutieren. Damals wurde darauf hingewiesen, dass mit der Reaktivierung des Haller Willem mehr Fußgänger die Straßeüberqueren würden. Bei etwa 25 000 Autos, die pro Tag die Hermann-Ehlers-Straße frequentieren, musste eine sichere Überquerungshilfe her.

Anfang 2005 entschied sich die Stadt, die nördlich der Schienen gelegene Verkehrsinsel zu vergrößern. Die für den Kindergarten geforderte Fußgängerampel wurde aus Kostengründen verworfen. Eine Ampel an dieser Stelle müsste mit der Schrankenanlage gekoppelt werden, was Mehrkosten von rund 200 000 Euro bedeutet hätte. " Sicher ist eine Fußgängerampel keine Garantie, dass so ein Unfall nie wieder passiert. Gerade für kleine Kinder und Schüler würde sie aber eine wesentliche Hilfe darstellen", meint Elsbeth Stephan, Leiterin des evangelischen Apostel-Kindergartens. Jeden Morgen würde sie mit dem Dilemma an der Hermann-Ehlers-Straße konfrontiert: " Für Radfahrer und Fußgänger ist es hier total eng." Auch Eltern der Kindergartenkinder beklagten sich immer wieder über die Situation.

Gemeinsam mit dem Kirchenvorstand will die Kindergartenleiterin beraten, was jetzt zu tun ist. " Es muss dringend etwas passieren", sagt sie. Auch eine intensive Verkehrserziehung, wie sie im Kindergarten bereits angeboten wird, sei nicht ausreichend. " Zumindest muss eine Geschwindigkeitsbegrenzung an der Verkehrsinsel her", fordert Elsbeth Stephan.

Ein Tempolimit von 30 km / h an dieser Stelle hält Ortsbürgermeister Wolfgang Klimm für die falsche Entscheidung, hier seien andere Maßnahmen vonnöten. " Jedes verletzte Kind ist ein Kind zu viel", betont Klimm. Man müsse nun rasch und auf sachlicher Ebene das weitere Vorgehen diskutieren.

" Eine Sicherheit, die nicht da ist"

Eine Fußgängerampel lehnt der Ortsbürgermeister nicht nur aus Kostengründen ab, sondern vor allem aus verkehrstechnischer Sicht. Außerdem: " Eine Ampel würde eine Sicherheit suggerieren, die gar nicht da ist. Der Bereich muss auf andere Weise gesichert werden." Einen Zebrastreifen, der zurzeit in der Verwaltung diskutiert würde, hält er für die bessere Variante.

" Wir sehen uns in der Verpflichtung, schnell zu handeln. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung und Fachleuten werden wir nach einer Lösung suchen", verspricht Klimm.

HIER IST ES PASSIERT: Nach dem schweren Unfall wird in Sutthausen über eine Fußgängerampel diskutiert. Foto: Klaus Lindemann
Autor:
Birte Tost


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