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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Das Geld ist da, aber die Einigung steht noch aus
Zwischenüberschrift:
Die neue Schellenbergbrücke: 2006 könnte mit dem Bau begonnen werden - Verhandlungen zwischen Stadt und DB
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Von Rainer Lahmann-Lammert

Fledder

Die Pläne für die neue Schellenbergbrücke sind fertig. Theoretisch könnte noch in diesem Jahr mit dem Bau begonnen werden. Aber jetzt muss sich die Stadt erst einmal mit der Deutschen Bahn AG über eine Kostenteilung einigen.

Keine Frage, die 95 Jahre alte Schellenbergbrücke ist schrottreif. Zwei schwere Lkw sollten sich auf dem verrosteten Bauwerk möglichst nicht begegnen, denn dann wäre das Ende der Belastbarkeit schon fast erreicht. Um die Tragfähigkeit nicht zu strapazieren, hat die Stadt vor einigen Jahren die Fahrbahn eingeengt.

Dass ein Neubau kommen muss, und zwar so schnell wie möglich, ist spätestens seit 1994 klar. Da fiel die Brücke der Stadt ganz unverhofft in den Schoß. Das Eisenbahnkreuzungsgesetz, im Zusammenhang mit der Bahnprivatisierung beschlossen, war die Grundlage für den Eigentümerwechsel. Und die Stadt konnte das Geschenk nicht einmal ablehnen, trotz der offensichtlichen Mängel.

Immerhin will sich die Deutsche Bahn AG jetzt an der Finanzierung der neuen Schellenbergbrücke beteiligen. Sie hat nämlich um einige Extras gebeten, die das Projekt teurer machen. Für die schnellen Züge auf der Strecke Amsterdam-Hannover soll eine größere Durchfahrtshöhe realisiert werden als bei der alten Brücke.

Die Stadt kalkuliert für den Neubau 9, 5 Millionen Euro, wie Jürgen Schmidt, der Leiter des Fachdienstes Straßenbau, auf Anfrage mitteilt. Wie hoch der Anteil der Bahn AG ausfällt, ist noch offen.

Mit dem Bau könne jedenfalls erst begonnen werden, wenn sich beide Seiten geeinigt hätten, sagt Schmidt. Wenn es nach der Stadt geht, kann in diesem Jahr mit dem Bau begonnen werden. Trotz der knappen Kassen steht das Geld bereit. Die Stadt setzt auf großzügige Zuschüsse von Bund und Land aus dem so genannten Gemeindeverkehrs-Finanzierungsgesetz.

Bei der neuen 129 Meter langen Brücke soll es sich um eine Spannbetonkonstruktion handeln - die preiswerteste, aber vielleicht nicht die ästhetisch anspruchsvollste Lösung. Vor einem Jahr hatte der damalige Stadtbaurat Jörg Ellinghaus vorgeschlagen, eine Stahlbogenbrücke zu errichten. Schließlich handle es sich dabei um das Entreè der Stadt für die Bahnreisenden aus Hannover oder Berlin. Mit dem Vorschlag blitzte er ab, weil für das " städtebauliche Highlight" Mehrkosten in Höhe von 1, 5 Millionen Euro entstanden wären.

Fotountertitel:

SCHROTTREIF ist die 95 Jahre alte Schellenbergbrücke, die aus dieser Perspektive wie ein Spielzeug aussieht. Das Foto entstand im August 2005.

Foto: Gert Westdörp
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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