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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
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Gehetzt und gebissen: Eine Schafherde in Panik
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Zwei entlaufene Hunde fielen an der Limberger Straße über die hilflosen Tiere her - Appell an Hundebesitzer
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Originaltext:
Gehetzt und gebissen: Eine Schafherde in Panik

Zwei entlaufene Hunde fielen an der Limberger Straße über die hilflosen Tiere her - Appell an Hundebesitzer

Von Anne Reinert

Wüste

Blut geleckt - im wahrsten Sinne des Wortes - haben zwei Hunde bei ihrer Jagd auf eine Schafherde in der Wüste. Der Schäferhund und der Husky waren an der Illoshöhe ausgebüxt und fielen über die Herde her.

Nein, das seien keine Schneereste, sagt Werner Nierychlo mit Blick auf seine verwaiste Wiese. Die weißen Flecken im Gras sind Wollfetzen seiner Schafe, die die Hunde aus ihrem Fell herausgebissen haben. Zwei Lämmer und zehn trächtige Muttertiere weideten, als die Hunde am Donnerstag über sie herfielen. Ein Lamm musste eingeschläfert, andere Tiere genäht werden.

Die schockierende Nachricht erreichte Werner Nierychlo und seine Partnerin Dorothea Albers am Mittagstisch, als ein Nachbar klingelte und von den zwei Hunden berichtete. Alarmiert machten sich die drei auf den Weg zur Wiese hinter dem Garten. Dort sahen sie den Husky und den Schäferhund bei ihrer wilden Jagd auf die Herde, die in Panik flüchtete. " Nirgendwo war ein Besitzer zu sehen", berichtet Albers.

Schnell gelang es Nierychlo, die Hunde von der Herde zu trennen. Widerstandslos ließen sie sich von ihm in seiner Garage einsperren. Danach sammelten er und seine Lebensgefährtin die Schafe ein und brachten sie in den Stall. Ein Lamm musste der Tierarzt wegen seiner inneren Verletzungen einschläfern. Für ein ziemlich " zerfetztes" Muttertier hatten Nierychlo und Albers schon jede Hoffnung aufgegeben. Doch der Tierarzt konnte die Wunden in mühseliger Arbeit zusammennähen. Zwei Stunden brauchte der Veterinär, um die Schafe zu verarzten. Am Tag danach ist die Herde im Stall geblieben, die zähen Bentheimer Landschafe seien aber " erstaunlich ruhig", so Werner Nierychlo. Zu dem Hundebesitzer, der an der Illoshöhe lebt, nahm Nierychlo sofort Kontakt auf. Am Hals der Tiere hatte er eine Hülse mit der Telefonnummer gefunden. Der Besitzer selbst sei nicht zu Hause gewesen, als sich die Hunde davonschlichen. Er habe aber einsichtig reagiert, vermerkt Dorothea Albers. Das sei nicht immer so. Die Polizei hat den Vorfall inzwischen dem Ordnungsamt gemeldet, das jetzt über Auflagen für den Hundebesitzer entscheidet. " Das waren eigentlich total liebe Hunde", sagt Werner Nierychlo. Die Befehle " Sitz" und " Platz" reichten aus, um sie zur Räson zu bringen. Trotzdem befürchtet er, dass die Tiere nun, nachdem sie buchstäblich Blut geleckt haben, ihre blutrünstige Tat wiederholen könnten.

Schon im vergangenen Jahr sei ein Hund über ein Schaf hergefallen, sagt Dorothea Albers. Am Ende der Limberger Straße gehen viele Hundebesitzer mit ihren Tieren spazieren - und unterschätzen oft die Gefahr, die von ihren Vierbeinern ausgeht. Gerade im Frühjahr, wenn die Schafe Lämmer bekommen, könnten Hunde viel Unheil anrichten. Albers und Nierychlo bitten die Besitzer, ihre Hunde anzuleinen oder, wenn sie gehorchen, sie nah bei sich zu halten.

HIER HAT DER TIERARZT ÜBERALL GENÄHT: Die Schafe von Werner Nierychlo und Dorothea Albers erlitten heftige Bisswunden. Foto: Martens
Autor:
Anne Reinert


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