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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
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Überschrift:
Keine Rettung für die Linde - aber Ersatz
Zwischenüberschrift:
Ortstermin mit Anliegern und städtischen Grünexperten
Artikel:
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Originaltext:
Keine Rettung für die Linde - aber Ersatz

Ortstermin mit Anliegern und städtischen Grünexperten

Westerberg mlb

Am Lieneschweg soll eine Linde gefällt werden, das hat die Stadt beschlossen. Doch den Anwohnern gefällt das gar nicht. " Wir möchten unsere schöne Lindenallee erhalten", betont Jürgen Dietrich, einer der Anwohner. Sollte die Linde gefällt werden, fordert er einen angemessenen Ersatz. Zur Klärung gab es jetzt einen Lokaltermin mit Vertretern des Fachbereichs Grün und Umwelt.

" Sie sieht natürlich schon kaputt aus", gibt Dietrich zu und deutet nach oben zu einem morschen Loch im Baum. Doch auch unten ist der Stamm der Linde zwischen den Häusern 21 und 23 nicht intakt. Etwa 60 Zentimeter tief kann Klaus Schröder, Baumexperte der Stadt, mit einem Stab hineinstochern. Und am Ende stößt er wieder auf morsches Holz.

Insgesamt hat der Baum einen Durchmesser von etwa 70 Zentimetern. " Besteht ein Baumstamm zu weniger als einem Drittel aus intaktem Holz, besteht Gefahr eines Baumbruches", erklärt Schröder. Der Baum soll gefällt werden, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.

Das Problem dabei: Äußerlich ist der Linde kaum etwas anzusehen, denn wie alle Bäume versorgt sie sich über die äußere Schicht ihres Stammes. So ist der Baum im Sommer belaubt, auch wenn er innerlich von Pilzen aufgeweicht ist.

Festgestellt wurden die Schäden während der regelmäßigen Kontrollen durch die Stadt. " Früher hätte man versucht, den Baum gesund zu schneiden", erklärt Schröder. Das mache man heute aber nicht, denn: " Ein Baum ist ja kein Kantholz." Außerdem seien die Schäden schon so weit vorangeschritten, dass auch bei Verbesserung des Standortes, beispielsweise durch mehr Wurzelraum, kaum auf eine positive Reaktion des Baumes gehofft werden könne.

Um die Allee zu erhalten, soll der Baum ersetzt werden, verspricht auch Thomas Maag vom Fachbereich Grün und Umwelt. Zuvor sei allerdings mit den Stadtwerken zu klären, ob Versorgungsleitungen den Platz für einen neuen Baum beschränkten.

Statt des ursprünglich vorgesehenen Ersatzbäumchens mit einem Stammumfang von 18 bis 20 Zentimetern verspricht Schröder dann einen größeren mit etwa 20 bis 25 Zentimetern. " Vorausgesetzt, Sie als Anwohner kümmern sich um den Baum", ergänzt er und erhält sofort eine Zusage der versammelten Anwohner.

Und noch etwas sagt er zu: Auch um die ebenfalls am Lieneschweg gefällten oder behandelten Bäume will die Stadt sich in diesem Frühling kümmern.

NACHGEMESSEN und für nicht haltbar befunden: Baumexperte Klaus Schröder mit Anliegern des Lieneschweges vor der kranken Linde. Foto: Jörn Martens
Autor:
mlb


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