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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Senioren können sicheres Busfahren bald trainieren
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Nach Unfall an der Haltestelle: Stadtwerke-Sprecher sichert älteren damen im Bischof-Lilje-Heim Hilfe zu
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Senioren können sicheres Busfahren bald trainieren

Nach Unfall an der Haltestelle: Stadtwerke-Sprecher sichert älteren Damen im Bischof-Lilje-Heim Hilfe zu

Von Birte Tost

Wüste

Selbstständig mobil zu sein, das bedeutet für ältere Menschen ein großes Stück Lebensqualität. Doch gerade ältere Fahrgäste, die nicht mehr ganz fest auf den Beinen stehen, fühlen sich hochgradig verunsichert, wenn sie den Bus benutzen. Einige Bewohnerinnen des Bischof-Lilje-Heims trafen sich jetzt mit Stadtwerke-Sprecher Ulf Middelberg und überlegten mit ihm, wie Busfahren sicherer werden kann.

Das war ein ganz schöner Schreck für Ingeborg Nyenhuis. Die rüstige Dame wollte an der Haltestelle Bischof-Lilje-Heim mit ihrem Rollator den Stadtbus verlassen, doch die Rollen ihrer Gehhilfe verklemmten sich beim Ausstieg so zwischen Bürgersteig und Bus, dass sie kopfüber aufs Pflaster stürzte. Ingeborg Nyenhuis hatte Glück im Unglück. Sie zog sich keine größeren Verletzungen zu, aber schmerzhafte Prellungen und blaue Flecken.

Wie hätte der Sturz verhindert werden können? Und wie lassen sich andere Gefahrensituationen vermeiden? Das fragten die Seniorin und weitere Bewohnerinnen des Bischof-Lilje-Heims den Stadtwerke-Sprecher. Im Gespräch ergab sich, dass sowohl Busfahrer als auch Fahrgäste einiges dafür tun können. " Kein unnötiges Risiko einzugehen, das sollte oberstes Gebot für alle Beteiligten sein", betonte Ulf Middelberg. Dazu gehört, dass sich gerade ältere Personen unmittelbar nach dem Einstieg hinsetzen und, erst wenn der Bus stoppt, ihren Platz wieder verlassen sollten. " Gegebenenfalls sollten sie sich nicht scheuen, ihre Mitfahrer zu bitten, Fahrscheine zu entwerten", erklärte Middelberg den Damen.

Auch beim Ein- und Ausstieg sollten sich ältere Fahrgäste selbstbewusst bemerkbar machen und nach Hilfe fragen. " Unsere neuen Busse sind mit einer ausklappbaren Rampe versehen. Wenn der Raum zwischen Bürgersteig und Bus zu groß ist, kann diese den Einstieg erleichtern", so der Stadtwerke-Sprecher.

Er wies außerdem darauf hin, dass die Haltestelle am Bischof-Lilje-Heim bald nach neuen Standards umgebaut wird. Ein erhöhter Bordstein und ein aufgepflasterter Orientierungsstreifen sollen dann zusätzliche Sicherheit bringen.

Begeistert waren die Seniorinnen vom Angebot einer Bus-Schulung. " Wir kommen dann mit einem Trainingsbus, und dann können in aller Ruhe Verhaltensweisen im Bus und der sichere Ein- und Ausstieg eingeübt werden", bot Ulf Middelberg an. " Außerdem werden wir auf Mitarbeiter-Schulungen noch einmal auf die speziellen Nöte älterer Fahrgäste hinweisen", sicherte er zu.

Einer anderen Gefahrenquelle will Martina Thalmann, Abteilungsleiterin im Altenzentrum, aktiv begegnen: Ein Kurs soll den Bewohnern den sicheren Umgang mit dem Rollator vermitteln. Denn die Handhabung der Gehhilfe, so stellte sich im Gespräch heraus, muss ebenfalls trainiert werden.

Gabriele Voßgröne, die Tochter von Ingeborg Nyenhuis, hat das Treffen zwischen Stadtwerken und Seniorinnen organisiert. Sie ist von dem Ergebnis begeistert. " Vielleicht können wir so Fahrer und Fahrgäste sensibilisieren und zur Mithilfe anregen." Ihre Mutter ist sich jetzt jedenfalls sicher: " Ich bin passionierte Busfahrerin. Und das wird auch so bleiben", sagt die rüstige Dame lächelnd.

MIT DEM ROLLATOR in den Bus - das kann gefährlich werden. Die Stadtwerke wollen mehr für die Sicherheit älterer Fahrgäste tun.
Autor:
Birte Tost


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