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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Wie sah es früher auf den alten Friedhöfen aus?
Zwischenüberschrift:
Förderkreis sucht Dokumente
Artikel:
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Originaltext:
Wie sah es früher auf den alten Friedhöfen aus?

Förderkreis sucht Dokumente

Von Rainer Lahmann-Lammert

Sonnenhügel

Napoleon hat den Anfang gemacht: Während seiner Regentschaft bekam Osnabrück zwei moderne Friedhöfe - eine Reaktion auf hygienische Missstände. 2008, 200 Jahre nach der Eröffnung, will der Förderkreis Hasefriedhof-Johannisfriedhof eine Dokumentationüber kulturgeschichtlich wertvolle Gräber herausgeben. Dafür werden Dokumente und Fotos gesucht.

Alte Friedhöfe lesen sich wie ein offenes Geschichtsbuch. Aber viele Gräber haben sich im Laufe der Jahrzehnte verändert. Durch Frost und sauren Regen, aber auch durch Vandalismus und Unachtsamkeit sind irreparable Schäden entstanden. 2015 werden die beiden alten Osnabrücker Friedhöfe entwidmet. Der Förderkreis Hasefriedhof-Johannisfriedhof, der die historischen Begräbnisstätten für kommende Generationen erhalten will, arbeitet an einer Dokumentation, mit der Entwicklungen aufgezeigt werden sollen.

Zum Beispiel die Grabstätte von dem Busssche-Ippenburg in der ersten Abteilung des Hasefriedhofs. Ein Foto von Rudolf Lichtenberg, das vor etwa 80 Jahren entstanden sein dürfte, zeigt das Erbbegräbnis der Adelsfamilie von einem schmiedeeisernen Gitter umrandet. Heute stehen nur noch die eindrucksvollen Sandsteinkreuze, vom Gitter keine Spur. Wahrscheinlich hat der Rost die Oberhand gewonnen.

Die beiden Kunsthistorikerinnen Ulla Rotrige und Lili Blaase sind auf der Suche nach Fotos, die etwas über den Zustand einzelner Gräber aussagen. Aber auch Handwerkerrechnungen, zum Beispiel von Steinmetzen, sind willkommen. Ebenso Zeichnungen, Beschreibungen oder Verträge, die zum Beispiel den Ankauf einer Grabstelle bestätigen. Es muss nicht immer Panier sein. Ulla Rotrige und Lili Blaase, die ehrenamtlich im Förderkreis mitarbeiten, freuen sich auch auf Gespräche mit Zeitzeugen, die interessante Dinge über den Hasefriedhof oder den Johannisfriedhof berichten können. " Ein Friedhof ist ein kulturhistorisches Objekt, das einer ständigen Wandlung unterliegt", sagt Lili Blaase. " Wir wollen diese Wandlung dokumentieren". Die beiden Kunsthistorikerinnen versprechen, dass alle Dokumente an ihre Besitzer zurückgegeben werden. Erreichbar sind sie unter Telefon 86021 09 oder 682037.

EIN FRIEDHOF ist wie ein Geschichtsbuch: Lili Blaase (links) und Ulla Rotrige suchen Dokumente über den Hasefriedhof und den Johannisfriedhof. Foto: Klaus Lindemann

EIN SCHMIEDEEISERNES GITTER umrandete vor Jahrzehnten das Erbbegräbnis von dem Bussche-lppenburg auf dem Hasefriedhof. Davon ist nichts mehr zu sehen. Foto: Fachdienst Denkmalpflege
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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