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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Zum Wetserberg dürfen bald nur noch Anlieger
Zwischenüberschrift:
Stadt plant Modellversuch gegen Durchgangsverkehr
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Westerberg dürfen bald nur noch Anlieger

Stadt plant Modellversuch gegen Durchgangsverkehr

Durchfahrt verboten - Anlieger frei! Dieses Schild wird wohl noch in diesem Jahr an allen Straßen rings um den Westerberg stehen. Ob damit der Durchgangsverkehr wirksam reduziert wird, weiß zwar niemand. Aber einen Versuch sei es wert, meint der städtische Verkehrsplaner Hans-Jürgen Apel, der nun " Nägel mit Köpfen" machen will.

Vor dem Stadtentwicklungsausschuss gestand Apel, dass er es nicht gewagt hätte, eine solche Beschilderung vorzuschlagen. Denn es sei nun mal allgemein bekannt, dass im Zweifel aus Anliegern " Anlüger" würden, die sich verbotenerweise durch die Wohngebiete mogelten. Nach seinen Erwartungen hielten sich nur fünf bis fünfzig Prozent der Autofahrer an das Durchfahrtverbot für Nichtanlieger.

Aber nun war der Vorschlag nicht aus der Verwaltung, sondern aus dem Arbeitskreis zur Verkehrssituation am Westerberg gekommen. " Warum eigentlich nicht?", fragte sich der Verkehrsplaner und überlegte sich, was zu tun ist, um der " Anlieger-frei"- Klausel die Halbherzigkeit zu nehmen.

Nach Apels Vorstellungen soll der Modellversuch unter Beteiligung von Universität und Fachhochschule lauten. Regelmäßige Verkehrszählungen sind geplant, damit über

Auswirkungen auch auf benachbarte Stadtteile?

konkrete Ergebnisse und nicht über subjektive Empfindungen diskutiert wird. Zugleich werden Schilder mit dem Hinweis " Lärmschutz Wohnbevölkerung" aufgestellt, um Verständnis für die Sperrung zu wecken. Das gleiche erhofft sich Apel von regelmäßigen Veröffentlichungen in der Presse. Doch damit nicht genug: Autofahrer, die im Wohngebiet Westerberg angetroffen werden, müssen sich auf Befragungen einstellen. Obendrein soll untersucht werden, ob das Durchfahrtsverbot für den Westerberg Auswirkungen auf benachbarte Stadtteile hat.

Im Stadtentwicklungsvorschlag stießen Apels Vorschläge auf Zustimmung, doch die war mit einer gewissen Skepsis gepaart. So äußerte Dr. Horst Simon als hinzugewähltes Mitglied für die SPD-Fraktion die Sorge, dass der Versuch in der Öffentlichkeit als weitere Privilegierung eines Wohngebiets angesehen werde, in dem ohnehin viele privilegierte Menschen lebten. Andere Sorgen äußerte der Ausschussvorsitzende Wolfgang Klimm (CDU): Wenn man den Westerberg " dicht" mache, würden sich dafür die Probleme in den benachbarten Stadtteilen häufen. Apel erhielt dennoch grünes Licht für den Versuch am Westerberg. (rll)

ANLIEGER ODER ANLÜCER? Der gesamte Westerberg soll künftig für den Durchgangsverkehr gesperrt werden.

Foto: Jörn Martens
Autor:
rll


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