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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Das Gebiet ist ideal für die Naherholung"
Zwischenüberschrift:
Bauen am Tongrubenweg abgelehnt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
So mancher Helleraner versteht die Welt nicht mehr. Zumindestens was die Bauleitplanung am Tongrubenweg angeht. Seit mehr als 20 Jahren kommt das Areal zwischen der Muskamp-Siedlung und dem Erlenbruchwald im Steerte immer wieder als Wohnbaufläche ins Gespräch. Sachlich, aber bestimmt teilten Hellerns Bürger während der Anhörung vor der Ortsratssitzung den Vertretern aus Politik und Verwaltung mit, dass sie von einer Bebauung nichts halten.

Ex-Ortsbürgermeisterin Anne Cordes hatte mehr als 200 Unterschriften von Gegnern einer Wohnbebauung am Tongrubenweg mitgebracht. " Wir müssen wieder gegen ein 20 Jahre altes Thema ankämpfen, die Bauleitplanung stellt mittlerweile ein Kuriosum dar", erklärte die Sprecherin der Bürgerbewegung. Schon im Flächennutzungsplan aus den siebziger Jahren sei der Bereich als Wohnbauland ausgewiesen worden. Auf Grund massiver Bürgerproteste sei die Umsetzung verhindern worden, berichtete sie.

Im neuen Flächennutzungsplan (FNP) war die Baufläche zunächst nicht aufgeführt, wird aber nach dem Mehrheitswechsel im Osnabrücker Rat im Zuge eines Änderungsverfahrens erneut als Wohnbauland überprüft. Von der Verwaltung wird eine einzeilige " Schlauchbebauung" vorgeschlagen. Hellerns Ortsrat hatte sich mehrfach dagegen ausgesprochen. Lediglich die CDU-Ortsratsfraktion kann sich im östlichen Bereich eine kleinflächige Ausweisung von Bauflachen vorstellen.

Was die Helleraner von den Bau-Ideen halten, bekam Franz Schürings, Fachbereichsleiter Städtebau, deutlich zu hören: " Das Gebiet ist ideal für die Naherholung. Eine Bebauung bringt doch nur wenig neuen Wohnraum." Vielmehr befürchten die Anlieger, das ein erstes Baugebiet nur der Anfang sei, um später die ganze Fläche zu verplanen. " Was sie da vorhaben, macht die schöne Ortsrandgestaltung am Heidkamp und Muskamp kaputt."

Grund für die Ausweisung sei ein Mangel an Bauflächen für Einfamilienhäuser, machte Schürings deutlich: " Wir haben das gesamte Stadtgebiet' daraufhin untersucht, aber nur wenige Flächen sind geeignet." Und etwa die Hälfte der vorgenommenen Neuausweisungen seien Flächen für das " Bauen in zweiter Reihe".

Der Ortsrat sprach sich mit Stimmenmehrheit von SPD und Grünen erneut gegen eine Bebauung am Tongrubenweg aus. Der Antrag der CDU/ FDP-Gruppe, die Verwaltung solle das Änderungsverfahren zum Flächennutzungsplan am Tongrubenweg zwar fortführen, jedoch einen anderen Zuschnitt der Baufläche vornehmen, wurde mit gleicher Mehrheit abgewiesen.

Die Bürger bekundeten den Beschluss mit Applaus. Der war auch für Mitglieder des Stadtentwicklungsausschus-ses, die die Bürgeranhörung verfolgt hatten, nicht zu überhören. Nun warten die Helleraner auf die Entscheidung des Stadtrates in Sachen Tongrubenweg.
Autor:
dm


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