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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
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Überschrift:
Freizeit- und Sportpark: Eine Vision für Haste
Zwischenüberschrift:
Bürgerrunde entwirft große Pläne und sucht Geldgeber
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Was bisher als " Vision" in kleiner Runde hinter verschlossenen Türen besprochen, entworfen und geplant wurde, liegt jetzt auf dem Tisch: die Idee, einen " Sport- und Freizeitpark Haste" als " Hastes neues grünes Zentrum" mitten im Herzen des Stadtteils zu verwirklichen, jetzt suchen die Ideengeber nach Wegen, das Millionenprojekt zu finanzieren. " Wir haben eine Möglichkeit, die nie mehr wiederholbar ist. Deshalb sollten wir die Chance beim Schöpf nehmen", appelliert Reinhard Welp, Haster Mittelständler, an die Öffentlichkeit wie auch Friedel Wallen hörst, Sportpädagoge an der Gesamtschule Schinkel und engagierter Haster Bürger. ,, Wir haben hier im Stadtteil alles, was notwendig ist, um so ein Projekt zu verwirklichen. Das Gelände hier ist wie kein zweites ideal geschaffen für unsere Absicht. Man muss die Sache nur anpacken."

Die beste Voraussetzung: Die Familie Grothaus bietet ein Gelände, derzeit als Ackerland genutzt, zwischen der Bramstraße und der Vehrter Landstraße an, um einen bis zu rund fünf Hektar großen Freizeitpark mit Sportmöglichkeiten entstehen zu lassen. In erster Linie eine Parklandschaft mit Einbindung des Landschaftsschutzgebietes, dem Bau einer Holzbrücke über die Nette, einer markanten Linienführung der Bäume und vielem mehr. Erst in zweiter Linie ein Areal, in dem die Sportler in Haste ein zeitgerechtes Zuhause finden mit Multifunktionsgebäude, Mehrzweckhalle, Sportplatz und Kleinspielfeldern.

Ein Bild, wie dieser Park auf dem Grothaus-Gelände aussehen kann, entwickelten Daniel Falkenstein und Timo Weinschenk mit einer Machbarkeitsstudie im Rahmen ihres Studiums an der Fachhochschule Haste: 5400 zusammengefügte Bilder ermöglichen einen so genannten " visuellen Überflug", der plastisch und konkret Inhalte, Formen und Farben darstellt.

" Wir wollen das erst einmal so stehen und sacken lassen. Alles, was wir gesehen haben, wäre hier machbar", betonten Welp und Wallenhorst, um entsprechend in Richtung Politik zu betonen: " Die Zeit ist reif, dass man hier etwas bewegt. Wir sollten und wollen uns nicht verstecken mit dem, was wir zu bieten haben. Im Gegenteil. Wir zeigen die Möglichkeiten auf. Wenn das verwirklicht wird als Freizeitzentrum neben Nettebad und Eishalle, dann wäre das ein Modellfall für Niedersachsen."

Über Geld wollen die Initiatoren noch nicht reden. Dass die Finanzierung dieses Millionenprojektes aus öffentlichen Mitteln nahezu unmöglich ist, ist allen klar. Die Ideengeber suchen private Investoren und Sponsoren. Sie wollen " ein Feuer legen" und Menschen erreichen, die helfen, Türen zu öffnen. " Wir haben guten Stil beibehalten, haben das Signal der Besitzer und haben unsere erste Arbeit gemacht. Jetzt hoffen wir, eine Lawine ins Rollen zu bringen, denn es klingt ganz verheißungsvoll, was wir bisher an Vorarbeit geleistet und von anderen Seiten gehört haben", erklärte Wallenhorst.

Über den dringenden Bedarf an Sportstätten in Haste gibt es keinen Zweifel: Das Angela-Gymnasium bietet 745 Schülern eine antiquierte Halle (12 mal 24 Meter), die Thomas-Morus-Schule den 901 Schülern eine viel zu kleine Sportstätte. Ganz zu schweigen von der Grundschule mit 231 Schülern und einer 33 Jahre alten, entsprechend fast baufälligen Halle, während die Studenten der Fachhochschule sowie die Schüler der 40 Klassen der Berufsbildenden Schulen für den Sport keinen oder einen verschwindend kleinen Raum finden.

Die Initiatoren der " Vision Sport- und Freizeitpark" haben in Generalvikar Theo Paul vom Bistum als Träger der Angela- und Thomas-Morus-Schule sowie in Günter Westermann von der Bezirksregierung Partner für ihre Idee gefunden. Auch in Haste stößt das Projekt auf breite Unterstützung, denn daran knüpft sich die Hoffnung, den Jugendlichen in diesem sozialen Bennpunkt eine attraktive Freizeitgestaltung bieten zu können.

Auf der anderen Seite nehmen sich Reinhard Welp für den TuS (" Die beiden Sportvereine sind am wenigsten wichtig") mit fast 900 Mitgliedern und Ralf Tölle (" Es geht um die sozialpolitische Aufgabe in einem Problem behafteten Stadtteil") für die Spielvereinigung Haste mit 750 Mitgliedern spürbar zur im Aufgabenkatalog, ohne die Hoffnung zu verlieren, dass die Vision Wirklichkeit wird.

DIE IDEE vom Haster Freizeit- und Sportpark von zwei Studenten umgesetzt: das Multifunktionsgebäude und die Mehrzweckhalle im Norden, der Sportplatz im Süden eines von Grün bestimmten Freizeitparks zwischen Bramstraße (oben) und Vehrter Landstraße (unten) auf dem Gelände der Familie Grothaus.
Autor:
bec


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