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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Kann das Hochwasser bis in den Bahnhof fließen?
Zwischenüberschrift:
Umweltausschuß diskutierte über den Katastrophenfall
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Mit dem vorbeugenden Hochwasserschutz und dem Hochwassermanagement im Katastrophenfall befasste sich jetzt der Ausschuss für Umwelt und Feuerwehr. Diskussionsgrundlage war eine Mitteilungsvorlage der Verwaltung, die einen " begrenzten Handlungsbedarf" sieht.

Wie Diplom-Geologe Bernd Früchel vom Fachbereich Grün und Umwelt erläuterte, seien etliche der in der Vorlage vorgeschlagenen Maßnahmen kurzfristig nicht umsetzbar. Grundsätzlich könnten Hochwasserereignisse nur wenig beeinflusst werden: " DieÜberschwemmungen können wir nicht verhindern, wir können nur den Schaden minimieren."

Für die Düte sei mittlerweile ein Niederschlagsabflussmodell entwickelt worden, das in der nächsten Sitzung im März von Fachleuten auch den Ortsräten und den Mitgliedern des Stadtentwicklungsausschusses erläutert werden soll. Das Modell, so Früchel, erlaube Simulationen, die Aufschluss über notwendigen Schutz geben können. Ebenso werde von der Bezirksregierung Weser-Ems das Überschwemmungsgebiet für die Hase neu berechnet, während für die Nette keine Überarbeitungen geplant sind.

In der Verwaltungsvorlage wird festgestellt, dass im Innenstadtbereich erhebliche Anstrengungen notwendig seien, da auf Grund eines Flächenengpasses das Regenwasser aus einigen Stadtgebieten kaum zurückzuhalten sei.

Die Beeinflussung des Hochwassers sei etwa durch die Verbesserung des Wasserrückhalts in Gewässern und zugehörigen Auen durch den Rückbau von Deichen, durch Gewässerrenaturierung oder durch technischen Hochwasserschutz möglich. Die Schäden könnten durch Nutzungseinschränkungen in Überschwemmungsgebieten oder durch Bauvorsorge minimiert werden.

Umweltdezernent Dr. Dieter Zimmermann erklärte, dass in Osnabrück Überschwemmungen wie an der Elbe nicht möglich seien, dies sei die einhellige Meinung von Fachleuten. Gleichwohl könne das Thema " nicht abgeschlossen" werden. Der Dezernent wandte sich gegen die Kritik von Ulrich Niendieker (FDP), der eine fehlende Zusammenarbeit der einzelnen Dienststellen und Institutionen ausgemacht hatte: " Ein Hochwassermanagement haben wir überhaupt nicht." Zimmermann betonte, dass der Handlungsbedarf erkannt und ein entsprechender Aufbau in die Wege geleitet worden sei. Zudem verfüge Osnabrück über funktionierende Alarmsysteme.

Jürgen Knabenschuh, Leiter der Feuerwehr, betonte in seiner Stellungnahme, dass die Feuerwehr zwar für " punktuelle Ereignisse" gut vorbereitet sei, dramatische Entwicklungen wie an der Elbe aber nicht abwehren könne: " Bei großflächigenÜberschwemmungen reichen unsere Kräfte nicht aus." Auch Ulrich Schierhold, Geschäftsführer Untere Hase Verbandes (UHV), unterstrich, dass Niederschlagsmengen wie an der Elbe auch für Osnabrück schwere Folgen haben würden: " Dann fließt das Wasser auch in den Haupt bahnhof."

Fotountertitel:

SANDSÄCKE FÜLLEN - das gab es auch schon in Osnabrück. Darüber, wie bedrohlich die Lage ist, gab es im Ausschuss keine Einigkeit. Foto: Archiv / Lindemann


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