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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Hören, wie ein Igel schnauft
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"Tiere als Musikanten" im Museum
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Originaltext:
Hören, wie ein Igel schnauft

" Tiere als Musikanten" im Museum

Igel schnaufen, fauchen und knurren, der Dornwels verfügt über einen Extraknochen, mit dem er auf die Schwimmblase schlägt und Laute erzeugt. Die Ausstellung " Tiere als Musikanten" im Museum am Schölerberg, die am Sonntag eröffnet wird, bietet nicht nur viele Hintergrundinformationen, die Besucher haben auch die Möglichkeit, den Tönen aus dem Tierreich zu lauschen.

An einem zentralen Pult können sämtliche Lautbeispiele von Tieren abgerufen werden - darunter die wichtigen Gruppen Insekten, Fische, Amphibien, Reptilien, Vögel und Saugetiere, wie Museumsdirektor Dr. Dietmar Grote erläutert. Zusätzlich sind die Laute aller ausgewählten Tiere - von der Stubenfliege bis zum Blauwal - über Kopfhörer zu hören. Tierpräparate und Schautafeln bieten weitere Informationen, etwa zu den physiologischen Hintergründen der Laute. Diese dienen den Tieren etwa bei der Partnerfindung, der Revierabgrenzung, der Orientierung oder sogar zum Ausdruck ihrer Befindlichkeit: " Je höher eine Tierart entwickelt ist, urnso diffiziler werden die Laute", so Grote. Manche Vogelarten haben etwa sehr komplizierte Gesänge entwickelt, einige können Melodien nachpfeifen, Forscher haben sogar " Dialektbildungen" ausgemacht.

Dabei ist das Aufzeichnen der Geräusche zum Teil sehr kompliziert: Reicht beim Igel oder den Grillen noch ein normales Mikrofon aus, sind bei Tieren, die Schallwellen aussenden, wie Fledermäuse, Wale und Delfine, aufwendige Anlagen notwendig.

Konzipiert wurde die Wanderausstellung vor drei Jahren vom Naturkundemuseum Leipzig: " Das ist bislang noch nicht gemacht worden", unterstreicht Grote die Einzigartigkeit der Sammlung. Über die guten Kontakte nach Leipzig ist sie nun für drei Monate am Schölerberg zu sehen. Zusätzlich hat das Museum ein Rahmenprogramm erstellt, darunter spezielle Führungen. Zudem gibt es musikalische Einlagen bei der Eröffnung sowie am 18. und 28. Mai.

" Tiere als Musikanten" ist der Nachfolger der Spinnenausstellung. Dies sei wegen des immensen Erfolgs ein " schmerzlicher Abschied" gewesen, erzählt Grote: Innerhalb von drei Monaten hatten 51770 Besucher die Ausstellung besucht, so viele, wie das Museum sonst innerhalb eines Jahres verzeichnet. (hmd)

KONZERTMEISTER der Tiertöne: Museumsdirektor Dietmar Grote. Foto: Uwe Lewandowski
Autor:
hmd


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