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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Elbinseln, Deutsches Eck oder Piesberg?
Zwischenüberschrift:
2 Tage vor der Entscheidung
Artikel:
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Originaltext:
Elbinseln, Deutsches Eck oder Piesberg?

Mit der Bewerbung um die Buga 2013 tritt Osnabrück gegen Hamburg und Koblenz an

Hamburg, Koblenz oder Osnabrück - das ist die spannende Frage, über die am Mittwoch in Bonn entschieden wird. Es geht darum, ob die Bundesgartenschau 2013 auf den Elbinseln Wilhelmsburg und Veddel, am Deutschen Eck an Rhein und Mosel oder im Steinbruch auf dem Piesberg stattfindet.

Hamburg hat schon drei Mal eine Bundesgartenschau ausgerichtet - 1953, 1963 und 1973. Weil die Buga alle zehn Jahre als Internationale Gartenschau (IGA) ausgerichtet wird, wäre 2013 wieder eine IGA an der Reihe. Die Hansestadt setzt auf den Slogan " Hamburg im Fluss - IGA auf den Inseln". Ziel ist es, zwei soziale Brennpunkte aufzuwerten, die Elbinseln Wilhelmsburg und Veddel.

Als Herzstück der Gartenschau ist ein ehemaliges Bahngelände vorgesehen. Durch die Anbindung zum Wasser soll die IGA eine besondere Note bekommen. Dafür sorgen das Elbufer, alte Hafenbecken und Industriekanäle. Besucher der IGA könnten das Gelände sogar auf dem Wasserweg entdecken. Nach der Machbarkeitsstudie müssten 53 Millionen Euro investiert werden, die Durchführungskosten werden auf 63 Millionen Euro veranschlagt. Hamburg rechnet mit fünf Millionen Besuchern.

Etwas bescheidener fallen die Pläne der Stadt Koblenz aus. Fünf Zonen der Stadt sollen durch die Buga verbunden werden: Ein brach liegendes Militärgelände im Stadtteil Lützel, die Uferzonen im Überschwemmungsgebiet zwischen Lützel und Neuendorf, die Festung Ehrenbreitstein am Deutschen Eck, der Schlosspark in der Innenstadt und die Mosel- und Rheinpromenaden um die Altstadt.

Koblenz sieht in der Buga eine Chance, den problematischen Stadtteil Lützel aufzuwerten und die Infrastruktur für den Tourismus zu verbessern. Laut Machbarkeitsstudie sind rund 36 Millionen Euro erforderlich, um das Gelände für die Gartenschau herzurichten, daneben werden flankierende Investitionen von rund 25 Millionen Euro kalkuliert. Die Durchführungskosten werden auf 41 Millionen Euro geschätzt. Koblenz rechnet mit drei Millionen Besuchern.

Ausgestiegen ist vor gut einer Woche die Stadt Karlsruhe, die sich für 2015 beworben hat, wenn die Stadt ihren 300. Geburtstag feiert. Karlsruhe war 1967 schon einmal Buga-Stadt. Mit der Bundesgartenschau 2015 sollte eine grüne Verbindung vom Rhein zum Schwarzwald hergestellt werden. Daraus wird nichts, weil die Ratsmehrheit von CDU und der Fraktion FDP / Aufbruch die Kosten für unverantwortbar hält.

Selbst bei einer " abgespeckten" Gartenschau kämen auf die Stadt Karlsruhe Kosten von 60 Millionen Euro zu, die auf zehn Jahre verteilt werden müssten, hatten die Gegner ausgerechnet. Damit werde der Haushalt zu sehr belastet. (rll)
Autor:
rll


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