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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Darüber müssen wir noch einmal reden"
Zwischenüberschrift:
Regenrückhaltebecken Lerchenstraße direkt vor der Schule: Heftige Kritik an den Stadtwerken
Artikel:
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Originaltext:
" Darüber müssen wir noch einmal reden"

Regenrückhaltebecken Lerchenstraße direkt vor der Schule: Heftige Kritik an den Stadtwerken

" Helft uns!!!" Mit diesem Hilferuf erreichte gestern Mittag ein Fax die Redaktion der Neuen OZ. Absender sind die Kinder der Klasse 4a der Albert-Schweitzer-Schule. Sie wehren sich gegen den Bau eines Regenrückhaltebeckens direkt vor ihrer Schule an der Lerchenstraße.

Gestern Morgen hatten in aller Frühe die ersten Vorbereitungen für den Bau begonnen. Bäume und Büsche wurden gefällt, um Platz für das 2 500 Quadratmeter große Becken zu schaffen, das im Sommer fertig gestellt werden soll. Die Vorarbeiten seien gestern aus Rücksicht auf die Tierwelt schon begonnen worden, so Peter Horenburg, Sprecher der Stadtwerke, die das Regenrückhaltebecken bauen.

Nicht nur die Schüler, auch Lehrer und Eltern sehen in dem geplanten Trockenbecken eine Gefahr für die Kinder der Albert-Schweitzer-und der benachbarten Heilig-Geist-Schule. " Die Schüler, die nicht schwimmen können, könnten hineinfallen und ertrinken", fürchten die Jungen und Mädchen der 4a, die nun Unterschriften gegen das Vorhaben sammeln wollen.

Bedenken, die von den beiden Schulleitern Rolf Deicke (Albert-Schweitzer) und Hartmut Dobrowolski (Heilig Geist) geteilt werden. " Hier entsteht ein zusätzliches Gefährdungspotenzial für die Kinder auf dem Schulweg", klagt Dobrowolski.

Was aber für die Schulleiter noch viel schlimmer wiegt, ist die Vorgehensweise der Stadtwerke. Erst vor zwei Wochen seien sie zum ersten mal von dem Bau informiert worden. " Der Stil, in dem man mit uns umgeht, ist nicht gut", bemängelt Deicke. Zudem erinnert er daran, dass das Gelände vor seiner Schule im Falle eines Brandes als Sammelfläche für die Schüler eingeplant sei. Darüber sei überhaupt noch nicht gesprochen worden.

Das bestätigte gestern Nachmittag Dieter Hübner, der zu einem durch Mund-zu-Mund-Propaganda anberaumten Treffen mit betroffenen Bürgern an die Lerchenstraße gekommen war, um die Pläne seines Unternehmens zu erläutern. " Darüber müssen wir noch einmal reden", bekundete er zum Thema Feuerschutz. Aus den Reihen der Bürger musste er sich einige Kritik gefallen lassen. CDU-Ratsherr Ludwig Lanver brachte es auf den Punkt: " Die Information der Öffentlichkeit war unzureichend." Zwar mochte Hübner das so nicht gelten lassen. Treffende Argumente dagegen fand er aber nicht.

Der Stadtwerke-Ingenieur verwies auf den gültigen Bebauungsplan, der schon seit Jahren das Becken vorsehe. Gleichzeitig versuchte er die Gemüter zu beruhigen, indem er den anwesenden weitgehende Beteiligungsmöglichkeiten bei der Gestaltung des Beckens versprach. " Die Wiese verschwindet nicht, sie bekommt nur ein anderes Gesicht", versuchte Hübner der Maßnahme ein anderes Gewicht zu geben.

Etwa 25 000 Euro haben die Stadtwerke für den Ausbau nebst Begrünung eingeplant. Dabei sei auch möglich, Spielflächen in dem nierenförmigen Trockenbecken zu installieren, so Hübner zu dem Einwand, dass die Fläche bislang zum Bolzen und Toben nicht nur von den Grundschulen genutzt wird. Eine Gefahr für die Kinder verneinte Hübner, da die Fläche die meiste Zeit des Jahres ohnehin trocken sei. " Da ist die Treppe zum Schuleingang genauso gefährlich."

Ob diese Einschätzung bei Eltern und Lehrern geteilt wird, sei dahingestellt. Ebenso, ob sie die Tatsache, dass das Becken nahezu den gesamten Platz einnehmen wird akzeptieren. Am 11. März wird Hübner an einem Treffen des Runden Tisches Sonnenhügel / Dodesheide teilnehmen, um nochmals die Planungen zu erläutern und gleichzeitig Anregungen zur Gestaltung entgegen zu nehmen. (dk)

DIETER HÜBNER von den Stadtwerken (kleines Foto, links) informierte während eines spontanen Treffens mit Bürgern über das geplante Regenrückhaltebecken, für das gestern die ersten Rodungsarbeiten durchgeführt wurden. Fotos: Jörn Martens
Autor:
dk


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