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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Passt dieser Neubau ins historische Häuserensemble?
Zwischenüberschrift:
Augustenburger Straße: 100 Jahre altes Häuschen soll verschwinden - Anwohner uneins mit der Baubehörde
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Weststadt Wenn ein neues Haus entsteht, soll es sich in seine Umgebung einfügen. So sieht es das Baugesetz vor. In der Augustenburger Straße sind sich die Baubehörde und Anwohner uneinig über einen Hausabriss. Ein zweigeschossiges Wohnhaus aus der Jahrhundertwende soll durch einen dreigeschossigen Neubau ersetzt werden. " Wir finden nicht, dass sich das Haus in unsere Umgebung einfügt", bringt Nachbarin Marita Grosser die Meinung der Anwohner auf den Punkt.

Das zum Abbruch freigegebene Haus ist der mittlere Teil einer dreiteiligen Häuserreihe. Das Besondere an der Situation: Die Dächer der Häuser bilden eine treppenartige Linie, die Höhe der Gebäude nimmt nach Westen hin zu. Dieses Bild wäre zerstört, wenn das mittlere Haus durch ein größeres Gebäude ersetzt würde. " Das ist ein Bruch", kritisiert Nachbar Manfred Blieffert. Ihm und den anderen Nachbarn ist daran gelegen, das Häuserensemble zu erhalten.

Zudem soll der Neubau direkt an sein linkes Nachbarhaus angrenzen. Das bringt für eine der Familien ein weiteres Problem mit sich. " Wir müssen unser Dach zurückbauen", klagt Marita Grosser. Das Dach ihres Hauses ragt , ein Stück auf das benachbarte Grundstück. Die Nachbarn bedauern außerdem, dass der direkte Anschluss den Traufgang zwischen den Gebäuden verschließen würde. Die Gänge prägen das Bild dieser historischen Häuser.

Vom Bauamt wurden die aktuellen Pläne für das dreigeschossige Haus jedoch akzeptiert. " Aus städtischer Sicht besteht kein Problem", sagt Sven Jürgensen, Pressesprecher der Stadt Osnabrück, und weist darauf hin, dass einige Meter weiter dreigeschossige Häuser das Straßenbild prägen.

Unter Denkmalschutz stehen die drei Häuser nicht. In der angrenzenden Adolfstraße dagegen gelten Häuser desselben Typs als Baudenkmale. " Da sieht die Landesbehörde Kriterien, weil die Häuser dort als Reihung auftauchen", sagt der städtische Denkmalpfleger Bruno Switala. In dem betroffenen Abschnitt der Augustenburger Straße hätte die Behörde die Gebäude jedoch nicht als prägend betrachtet.

An denen hat sich der Architekt des geplanten Neubaus stilistisch orientiert. " Die Einbindung in die umliegende Umgebung bezieht sich auf den Ortsteil", sagt er. Nach seiner Ansicht ist die Bausubstanz des bisherigen Gebäudes nicht " erhaltenswert und erhaltensmöglich". Mit dem geplanten dritten Stockwerk orientiere er sich an den Gebäuden weiter westlich bis zum Ende der Straße, so der Architekt. Außerdem liege es in seiner Verantwortung, dass das Projekt " auf wirtschaftlich gesunden Füßen" stehe - dass also die Möglichkeiten genutzt werden, die der Standort bietet.

Gegen die derzeitigen Pläne haben die Nachbarn Widerspruch beim Bauamt eingelegt. Auch den geplanten Bau einer Tiefgarage unter dem neuen Haus sehen sie kritisch. Denn damit sei möglicherweise die historische Bruchsteingrundmauer unter einem der Häuser gefährdet. Einen Pluspunkt gibt Manfred Blieffert der Tiefgarage aber. Damit habe das Bauamt verhindert, dass im Garten des Neubaus Parkplätze entstehen.

GEGEN DEN ABRISS des Hauses Augustenburger Straße 3 (Mitte) wenden sich die Nachbarn (von links: Manfred Blieffert, Jürgen und Marita Grosser mit Sohn Tim und Renate Hansen). Sie wollen die aufsteigende Linie der Dächer erhalten. Die Zeichnung zeigt den geplanten Neubau.Foto: Hermann Pentermann
Autor:
rei


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