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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Fundraising: Geld hoch und Hände her
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Susanne Wolff beschreitet in der Heilpädagogischen Hilfe neue Wege der Geldakquise
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Fundraising: Geld hoch und Hände her

Susanne Wolff beschreitet in der Heilpädagogischen Hilfe neue Wege der Geldakquise

Von Dietmar Kröger

Osnabrück

Wer wenig Geld hat, muss sich entweder bescheiden oder neue Quellen erschließen. Wer im karitativen Bereich arbeitet, wie die Heilpädagogische Hilfe Osnabrück (HHO), will sich in der Regel nicht bescheiden, da alles Sparen zu Lasten derjenigen geht, denen geholfen werden soll. Also muss eine andere Lösung her. Die hat bei der HHO einen Namen: Wolff, Susanne Wolff.

Die 33-Jährige wurde jetzt als Fundraiserin angestellt. Eine jener immer mehr nachgefragten Spezialistinnen, die für Non-Profit-Organisationen, also für nicht auf Gewinn ausgerichtete Unternehmungen, Einnahmequellen suchen, möglichst finden und dann nachhaltig anzapfen. Dabei lacht nicht nur Bares. Gefragt ist auch ehrenamtliches Engagement, mit dem jene Aufgabengebiete am Leben erhalten werden können, für die Sozialversicherungsträger nicht aufkommen.

" Fundraising ist der Oberbegriff für Ressourcenbeschaffung", erläutert Wolff ihr Tätigkeitsfeld. Sachmittel sind ebenfalls Zuwendungen, die eine Fundraiserin lockermachen kann, um so an anderer Stelle Gelder zu sparen, die dann wiederum der Betreuung zufließen. Denn eines sagt Woff ganz deutlich: " Ein deutlich höheres Spendenaufkommen werden wir in naher Zukunft nicht verzeichnen können."

Im vergangenen Jahr waren es etwa 550 000 Euro Spendenmittel, die die HHO

Spendensumme möglichst halten

erreichten. Diese Summe zu halten oder im besten Fall leicht zu steigern ist Wolffs Ziel. Deshalb will sie den Kontakt zu den Spendern intensivieren. " Die Geldgeber sollen in unsere Arbeit eingebunden werden", nennt sie ein Ziel. So soll eine langfristige Bindung an die Einrichtung mit Stammsitz an der Industriestraße in Sutthausen geschaffen werden.

Einen weiteren Schwerpunkt ihrer Geldbeschaffungsarbeit sieht Wolff in der gezielten Ansprache von Stiftungen. " Hier können projektbezogene Mittel eingeworben werden" , sagt Wolff. Noch eine Finanzquelle erschließt sich im Bereich der Erbschaften. Wolff will auch diese Möglichkeit mehr in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken.

Soll das erklärtermaßen hohe Niveau der Betreuung bei der HHO aufrechterhalten werden, ist einiges zu tun. Bereits seit drei Janren sind die Kostensätze gedeckelt. Soll heißen: Während die tatsächlichen Kosten stiegen (zum Beispiel im Personalbereich), hat es seitens der Träger keinen einzigen Cent mehr gegeben.

Susanne Wolff soll es nun richten. Sie wird viel Einsatz bringen müssen, als Diplom-Sozialarbeiterin und Diplom-Betriebswirtin mit Schwerpunkt Marketing hat sie gute Voraussetzungen. Nun liegt es an ihren Gesprächspartnern, den Sinn ihrer Arbeit zu erkennen, und die HHO und damit die behinderten Menschen zu unterstützen.

Fundraising

Große Not

Von Dietmar Kröger

Kostensätze gedeckelt, steigende Ausgaben, die Spenden stagnieren - der Kanon schlechter Nachrichten könnte für sämtliche karitativen Einrichtungen beliebig fortgesetzt werden. Ideen sind gefragt. Warum also nicht eine Fundraiserin einstellen?

Kein ganz neuer Ansatz. Neu ist nur, dass dies nun schon bei relativ kleinen Einrichtungen auf regionaler Ebene passiert. Das kann man als Indiz dafür nehmen, wie groß die Not tatsächlich ist.

Erstattet wird in Pflege und Therapie von den Sozialversicherungsträgern nur noch der Grundbedarf. Alles, was das Leben der Behinderten erträglicher macht, wird nicht bezahlt. Umso wichtiger ist die Arbeit der Fundraiserin. Ihr kann man nur viel Erfolg wünschen - im Sinne der HHO und ihrer behinderten Beschäftigten.

SUSANNE WOLFF wird zwar nicht mit dem Sparschwein durch die Lande ziehen. Geld aufzutreiben ist gleichwohl der Job der Fundraiserin. Foto: Gert Westdörp
Autor:
Dietmar Kröger


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