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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Ein expandierender Verein platzt aus allen Nähten
Zwischenüberschrift:
Debatte über Pläne für neue Raspo-Sporthalle auf Kasernengelände - CDU/FDP-Cruppe für Stelzenbau
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Originaltext:
EINE SPORTHALLE AUF STELZEN ÜBER DEM PARKPLATZ: Raspo-Vereinsvorsiüender Wolfgang Boberg zeigt, wo der Neubau entstehen soll (im Hintergrund die alte Halle).

Foto: Jörn Martens

Ein expandierender Verein platzt aus allen Nähten

Debatte über Pläne für neue Raspo-Sporthalle auf Kasernengelände - CDU/ FDP-Gruppe für Stelzenbau

Kalkhügel (hedl) Die Halle des SV Rasensport platzt aus allen Nähten. Um mehr Raum für die wachsende Mitqliederzahl zu schaffen, soll die bereits einmal erweiterte Sporthalle auf dem ehemaligen Kasernengelände am Hauswörmannsweg nun in unmittelbarer Nähe einen Bruder bekommen. Die Vorschläge des Sportvereins werden derzeit im Stadtentwicklungsausschuss kontrovers diskutiert.

Während die CDU den Wünschen des expandierenden Vereins nach einer neuen Halle entgegenkommen möchte, teilt die SPD bei grundsätzlichem Verständnis für die Vereinsinteressen die städtebaulichen Einwände der Verwaltung: Eine Halle auf Stelzen sei eine städtebauliche Sünde, äußert Ulrich Hus von der SPD Bedenken gegen die geplanten Eingriffe in die inzwischen neu bebaute und mit viel Grün versehene Nachbarschaft. Nikolaus Demann (CDU) hält dagegen eine solche architektonische Lösung für möglich. " Wir dürfen das nicht um Jahre verhindern", mahnt er. Um die einstige Bundeswehr-Sportanlage für die zivile Nutzung aufzulockern, hatte die Stadt große Nord-Süd- und kleinere Quer-Grünachsen angelegt. Das Konzept der Rasensportler einer " aufgeständerten" Dreifach-Halle - also über den weiter nutzbaren Vereinsparkplatz einen mit der Längsseite nordwestlich an die bestehende Halle reichenden Komplex auf Stelzen zu errichten - würde den Abschnitt der Grünachse längs des Neubaus auf sieben Meter einengen. Ein derartiger Eingriff in die Grünflächen würde " externe Kompensationsmaßnahmen" erfordern, wie es im Bericht des Ausschusses heißt, also einen grünen Ausgleich an anderer Stelle.

Außerdem sei der Entwurf nicht ausreichend in die bebaute Umgebung eingefügt, formuliert der Stadtentwicklungsausschuss in seinem Schreiben weitere Mängel. Aus den Gebäuden am strittige Gelände seien in den letzten Jahren aufwändige Wohn- und Bürohäuser entstanden. Es müsse ein Mindestabstand zu diesen Bauten als auch zur alten Halle eingehalten werden, den der SV in seinem Konzept nicht berücksichtige.

Vor diesem Hintergrund hatte der Ausschuss die Verwaltung nach der letzten Sitzung am 27. Mai aufgefordert, gemeinsam mit dem Verein nach einem anderen Standort für den Neubau zu suchen, der den durchgehenden Grünzug gar nicht oder nicht in dem geplanten Maß behindert, oder sogar über eine Anmietung von Hallenzeiten nachzudenken.

" Anmieten?", wundert sich Wolfgang Boberg, der Vorsitzende des SV Rasensport: " Wo die Stadt doch schon an uns herantritt und unsere Halle anmietet, da weit und breit die Hallenkapazitäten ausgeschöpft sind." im Übrigen sei die Verwaltung bisher noch nicht auf die Rasensportler zugekommen.

Franz Schürings vom Fachbereich Städtebau bestätigt dies: " Die Alternativen werden zunächst intern mit den anderen zuständigen Fachbereichen aufbereitet." Noch während der Sommerpause, auf jeden Fall vor der nächsten Ausschusssitzung am 26. August werde man sich zusammensetzen.

Wenn die Politiker von CDU und FDP, die gemäß der Ratszusammensetzung auch im Entwicklungsausschuss die Mehrheit stellen, für den Vorschlag des SV Rasensport stimmen, dann wird das Bemühen der Verwaltung um Alternativen schnell überflüssig sein. Und diese Entwicklung zeichnet sich ab.

Björn Meyer, Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Schölerberg / Fledder: " Die CDU-Ortsverbände Schölerberg / Fledder und Kalkhügel / Wüste unterstützen den SV Rasensport bei seinem Vorhaben, auf dessen Fläche an der Mercatorstraße eine zweite Sporthalle zu errichten - zumal der Verein einen beträchtlichen Teil der Finanzierung selbst trägt".
Autor:
hedi


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