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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Anhängerweise Grünzeug abzuladen wird bald teuer
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Ab nächsten Montag wird kassiert - Mitarbeiter des Abfallwirtschaftsbetriebs befürchten Ärger bei den Bürgern
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Anhängerweise Grünzeug abzuladen wird bald teuer

Ab nächstem Montag wird kassiert - Mitarbeiter des Abfallwirtschaftsbetriebs befürchten Ärger bei den Bürgern

Osnabrück (dh) Seit dem 1. Januar ist es bereits in der Gebührensatzung der städtischen Abfallwirtschaftsbetriebe festgelegt: Wer mehr als einen Kubikmeter Grünabfall bei einem der Sammelplätze abgibt, muss zahlen. Ab kommendem Montag wird diese Regelung mit reichlich Verspätung umgesetzt.

Erst ärgern sich die Osnabrücker über die neuen Öffnungszeiten der Abfallsammelplätze, nun sollen sie auch noch für ihr Grünzeug zahlen. Aber: Bis zu einem Kubikmeter kann weiterhin kostenfrei entsorgt werden. " Und das ist jede Menge, einen Kubikmeter kriegen Sie in einen normalen Kofferraum gar nicht rein", sagt Willi Niggemann, Chef des städtischen Abfallwirtschaftsbetriebs.

Warum wird erst ab nächster Woche kassiert? Hildegard Meyer zu Vilsendorf vom Abfallwirtschaftsbetrieb erklärt: " Es waren noch nicht alle Plätze umzäunt, so dass wir nicht einerseits Gebühren für bewachte Containerplätze nehmen und andererseits alle frei zugänglichen Plätze kostenfrei nutzen lassen können."

Die Einführung der Gebührensätze hat einen ganz bestimmten Grund: Häufig stammen die Grünabfälle aus den benachbarten Landkreisen, die in großen Mengen auf Anhängern angekarrt werden. Die Container sind schnell voll - bei unbewachten Plätzen wurde der Abfall einfach vor die Behälter gelegt.

Auf auswärtige Kennzeichen achten

Um diese Unordnung zu stoppen und die Entsorger aus den umliegenden Gemeinden von den städtischen Sammelplätzen fern zu halten, wird künftig ein Obolus fällig. Die Mitarbeiter des Abfallbetriebs achten überdies auf auswärtige Auto Kennzeichen: " Wer seinen Grünabfall aus dem Landkreis bei uns entsorgen will, wird gegebenenfalls des Sammelplatzes verwiesen", warnt Niggemann.

Die Osnabrücker können wie gewohnt ihren Grünschnitt und andere Gartenabfälle abgeben. Wer mehr als einen Kubikmeter zu entsorgen hat, muss zahlen oder schlau sein und mehrmals den Containerplatz mit kleineren Mengen anfahren. Für die Mitarbeiter des Abfallwirtschaftsbetriebs bedeuten die Gebühren zusätzlichen Stress. Viele Bürger machen jetzt schon ihrem Unmut über die neuen Öffnungszeiten Luft. " Und wenn wir jetzt noch die Leute zur Kasse bitten, werden die Beschwerden sich sicher häufen", befürchtet Bärbel Peker, die auf dem Sammelplatz arbeitet. Mit ihrem Kollegen Zdravko Stojceski ist sie regelmäßig an der Glückstraße im Einsatz.

Beide bekommen donnerstags bis samstags den Ärger der Bürger zu spüren. " Man kann noch so freundlich sein. Wir werden ignoriert, beschimpft oder nicht für voll genommen", erzählt Stojceski. Kaum ausgesprochen, ist es zu beobachten: Ein Bürger folgt den freundlichen Anweisungen des 59-Jährigen nicht verlässt und schimpfend das Gelände.

Die neuen Tarife: Für mehr als einen Kubikmeter Grünabfälle und Stammholz sind 6 Euro pro Kubikmeter fällig, bei Baumstubben und Stammholz mit einem Mindestdurchmesser von 10 Zentimetern werden bei Kleinstmengen 10 Euro und für 0, 5 Kubikmeter 20 Euro kassiert.

VIEL WENIGER ALS EINEN KUBIKMETER hieven Bärbel Peker und Zdravko Stojceski gerade aus dem Kofferraum eines Volkswagens. In Zukunft werden sie bei Großanlieferungen, wie zum Beispiel mit dem Anhänger, kassieren müssen. Foto: Elvira Parton
Autor:
dh


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