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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Schule klagt: Baumängel ohne Ende
Zwischenüberschrift:
Die Berufsbildenden Schulen an der Natruper Straße müssen saniert werden
Artikel:
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Originaltext:
" Zwei verlorene Jahre" beklagt Oberstudiendirektorin Katharina Nolte für die Berufsbildenden Schulen an der Natruper Straße: " Alle wissen um den hohen Sanierungsbedarf der Gebäude, aber das Problem wird nur weiter hinausgeschoben."

Die Berufsbildenden Schulen an der Natruper Straße sind für die gewerblichen Berufsfelder zuständig. 152 Klassen werden unterrichtet, 947 Schülerinnen und Schüler im Vollzeitbereich und 2260 im dualen System besuchen die Schule.

Unterrichtet wird in zwei Gebäudekomplexen: im Altbau, einer mittlerweile heruntergekommenen alten Kaserne aus dem Jahr 1908. Und im 30 Jahre alten Neubau - der damals zwar als fortschrittlich gelobt wurde, aber heute alle Nachteile dieser , so zeigt hier Zeit aufweist: undichte Flachdächer, riesige Flure und Treppenhäuser, Asbestabdichtungen und eine marode Lüftungsanlage. Dazu kommt ein längst überholtes " poppiges" Farbkonzept mit viel Orange und anderen schreienden Farben.

Die Liste der Baumängel ist dementsprechend lang. Es regnet überall durch, an den Lichtkuppeln hängen deshalb hier und da die Decken-Verkleidungen herab. Es gibt Asbest- und PCB-Belastungen, denn etwa 2000 Leuchtstoffröhren sind noch mit PCB-haltigen Kondensatoren ausgerüstet und explodieren schon mal. Und die Lüftungsanlage im Neubau, so erklärt Studiendirektor Udo Kienemann, " hat wahrscheinlich noch nie richtig funktioniert."

Ebenso gravierend die Schäden im Altbau: Hier sind die Fenster noch einfach verglast, aber vielfach völlig verrottet. Die Linoleumfliesen lösen sich ab, das gesamte Gebäude macht einen schäbigen Eindruck. Und die Schüler reagieren mittlerweile mit Verachtung: Flure und Treppenhäuser sowie die Toilettenanlagen sind übersät mit Graffiti-Schmierereien wie kaum in einer anderen Schule in Osnabrück.

Und Abhilfe ist nicht in Sicht. Zwar hat der Rat im vergangenen Jahr 5, 2 Millionen Euro für die Sanierung der Schule bewilligt. Aber Verwaltung und Fachplaner konnten sich bislang nicht auf ein Vorgehen einigen: Mal war der Altbau dringlich, dann die Asbestsanierung im Neubau. Aktuell kamen der mangelnde Brandschutz und die Lüftung hinzu.

Architekten und Ingenieure planen derzeit für die Gewerke Lüftung, Elektrotechnik und Deckenreparatur. Damit aber, so hat die Fachverwaltung jetzt signalisiert, werde es für die Dachsanierung wohl kein Geld mehr geben.

Aber " Verzögerungen und Vertröstungen verträgt die Schule nicht mehr", so hat das Kollegium jetzt in einem offenen Brief an die Parteien im Rat formuliert. Da eine Sanierung im Neubau die Raumsituation eklatant verschärfen werde, sollte zunächst der Altbau hergerichtet werden, so die Forderung. Dem schließt sich auch die Schulleiterin Katharina Nolte an: " Wir sind in unserer Arbeit blockiert und behindert. Deshalb muss schnellstmöglich ein Gesamtkonzept für die Gebäudesanierung her".
Autor:
fhv


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