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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Felsbrocken vom Piesberg gegen Falschparker
Zwischenüberschrift:
Trotzenburg: Grünflächenamt will die Alleebäume vor Bodenverdichtung schützen - Anwohner sind empört
Artikel:
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Originaltext:
Es sieht aus, als hätte ein Mese ein paar Bauklötze verloren. An der Trotzenburg vertreibt das Grünflächenamt Falschparker mit Felsbrocken. Die Anwohner der Allee reagieren verärgert. Sie haben dort noch keine parkenden Autos gesehen.

" Wir haben die Steine dort aufgestellt, um das zunehmend starke Parken zwischen den Bäumen zu verhindern", erklärt Klaus Schröder vom Fachbereich Grün und Umwelt. Anwohner hätten die Stadt darauf aufmerksam gemacht, dass immer mehr Autos zwischen den Linden parken würden, so Schröder.

Durch parkende Autos kann sich der Untergrund verdichten, speziell in der feuchten Jahreszeit. Der zusammengepresste Boden behindert die Sauerstoffzufuhr für die Wurzeln der Bäume. " Linden brauchen einen lockeren, porösen Boden", sagt Baumexperte Schröder.

Das Problem stelle sich häufiger. Um die Wurzeln zu schützen, lässt das Grünflächenamt die Gesteinsbrocken vom Piesberg kommen. Inzwischen an 20 bis 30 Stellen in der Stadt, wie Schröder schätzt. Aber auch Metallbügel, Holzpoller oder Zäune sollen Bäume vor Falschparkern bewahren. An der Katharinenstraße etwa verhindern Pflanzbeete, dass Autos den Kastanien zu nah auf die Rinde rücken.

Drei Lkw-Ladungen mit Piesberger Stein hat das Grünflächenamt zur Trotzenburg bringen lassen, um die Linden vor parkenden Autos zu schützen. Man habe zu nächst erwogen, statt der Felsbrocken Poller aufzustellen, berichtet Schröder und winkt gleich ab: " Das hätte die Wurzeln aber auch beschädigt." Also entschieden sich die städtischen Baumschützer für die großen Steine. Das passe nicht nur besser zu der kulturhistorisch wertvollen Lindenallee, sondern sei auch noch kostengünstig.

Die Anwohner sind allerdings nicht entzückt über diese Entscheidung. " Das sieht potthässlich aus!", ärgert sich eine Frau, die nicht namentlich genannt werden will. Ähnlich sieht es Nachbar Klaus Grothe, der 78 Steine zwischen den Linden gezählt hat. Er wundert sich über die angeblichen Falschparker und ärgert sich: " Das ist Quatsch, hier hat noch niemals ein Auto gestanden." Grothe dreht den Spieß um: Er hat beobachtet, dass Autos des Grünflächenamts, die dort einmal im Jahr zum Mähen kommen, " tiefe Reifenspuren hinterlassen haben".

Aber nicht nur das ärgert ihn. Die Steine nähmen der Trotzenburg jegliche Wendemöglichkeit. Das betreffe vor allem Besucher des Heger Friedhofs.

Klaus Grothe hat sich bei der Stadt beschwert. Dort habe man gelassen reagiert. " Dann holen wir die Steine wieder weg. Das haben wir anderswo auch schon getan", soll ein Mitarbeiter ihm geantwortet haben.
Autor:
rei


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