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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
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Alles solide: Osnabrücks Flachdächer in Ordnung
Zwischenüberschrift:
Die Stadt hat ihre Gebäude überprüft - Stadtbaurat Griesert: Gebäude-TÜV wäre zusätzlicher bürokratischer Aufwand
Artikel:
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Originaltext:
Der Einsturz der Eissporthalle in Bad Reichenhall hat die Stadt Osnabrück dazu veranlasst, ihre Gebäude unter die Lupe zu nehmen. Nach Auskunft der Bauverwaltung hat die Stadt keine ähnlichen Bauten, die eine Überprüfung erforderten. Das bestätigte gestern Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip.

Abgelöste Leimverbindungen, die an mehreren Stellen des eingestürzten Flachdaches in Bad Reichenhall entdeckt wurden, entfachten eine bundesweite Diskussion über marode Gebäude. Die Stadt Osnabrück wurde sofort tätig und schaute in ihren Bauunterlagen nach. " Es gibt in unserem Bestand keine Gebäude, bei denen ähnliche Leimbinder verwendet worden sind, oder die eine Vermutung nahe legen, dass die Statik geprüft werden muss", gab OB Fip auf Anfrage der Neuen OZ bekannt. Stadtbaurat Wolfgang Griesert bestätigte, dass sämtliche Fachbereiche aufgefordert worden sind, ihre Gebäude zu überprüfen. Die Bauverwaltung habe nach einer Sichtung der Unterlagen keine Angaben über Fälle, bei denen die Tragfähigkeit gefährdet wäre. Noch nichtüberprüft wurden Trauerhallen auf Friedhöfen. " Auch da werden wir in den kommenden Tagen schauen, ob Handlungsbedarf besteht", kündigte Griesert an.

Die Niedersächsische Bauordnung sehe wiederkehrende Prüfungen öffentlicher Gebäude vor. So würden große Geschäfts- und Parkhäuser oder Stadthallen regelmäßig gesichtet - jedoch mit dem Schwerpunkt auf Brandschutz und dem Stand der Technik. Die Statik zu kontrollieren sei bei Ortsbegehungen jedoch schwierig: " Ob das Tragwerk gelitten hat, kann man meist nicht begutachten", erklärt der Stadtbaurat. Platten oder andere Abdeckungen verhinderten oft die Sicht. Mängel erkennen könne man nur an Durchfeuchtungen oder anderen optischen Veränderungen.

" Die Tragkonstruktion ist das Skelett eines Bauwerks. Es wird bei der Errichtung sorgfältig und mit hohen Sicherheitsaufschlägen berechnet", sagt Griesert. So würden Belastungen durch Wind oder Schnee nicht nur mit der tatsächlich möglichen, sondern mit der 1, 8 oder 2, 5-fachen Last berechnet. " So ein Gebäude hält in aller Regel 50 bis 80 Jahre ohne Probleme. Deshalb ist es - trotz aller Unglücke - noch nicht für erforderlich erachtet worden, regelmäßige Kontrollen durchzuführen." Er persönlich sieht einen generellen Gebäude-TÜV, wie er zurzeit diskutiert wird, für " zusätzlichen bürokratischen Aufwand". Solange es keine genauen Kenntnisse über das Unglück gebe, sei dies eine überzogene Reaktion.

Auch die Stadtwerke haben einen Blick auf ihre drei Schwimmbäder geworfen. " Die Dächer sind alle aus Stahl oder Stahlbeton", so Pressesprecher Robert Woggon. Das Nettebad habe eine " nagelneue" Stahlkonstruktion, und auch das Moskaubad sei für ein Gebäude noch recht jung. Das Dach des rund 30 Jahre alten Schinkelbads dagegen werde jährlich kontrolliert.
Autor:
Kristina Löpker


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