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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die Motorsäge macht Überstunden
Zwischenüberschrift:
Winterkatastrophe beschäftigt die Baumpflegekolonne noch für Monate
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Am 25. November kam der Winter nach Osnabrück. Dreißig Zentimeter Schnee fielen in dieser Nacht. Die Menschen hatten schwer unter den Folgen zu leiden. Aber die Schäden in der Natur sind bis heute nicht ganz behoben.

Pappnass und schwer war der Schnee, der in dieser Nacht vom Himmel fiel. Und: Durch den langen und milden Herbst trugen viele Bäume noch ihr Blätterkleid, sehr viel länger als sonst. Deshalb wurden auch so viele Bäume im Stadtgebiet geschädigt: " Viele Eichen hatten zu diesem Zeitpunkt sogar noch grüne Blätter", hat Thomas Maag beobachtet. Maag ist Gartenbauingenieur und im Fachbereich Grün und Umwelt für die Raumpflege und die städtischen Parks zuständig. " Bisher haben wir nur das Nötigste aufräumen können. Es wird wohl bis Februar dauern, bis alle Schäden beseitigt sind." Eine ganze Woche blieben die Parkanlagen zumindest offiziell aus Sicherheitsgründen gesperrt.Thomas Maag und eine der drei städtischen Baumpflegekolonnen sind derzeit im Bürgerpark aktiv. Hier sind vor allem die großen und alten Eiben in den Gehölzgruppen von der Last des Schnees niedergedrückt worden. Manche einzeln stehende und deshalb stark beastete Douglasien haben wie in einer Kettenreaktion bis in die Krone hinein ihre Äste verloren. Und dann sind natürlich aus den Eichen, Buchen und auch bei Nadelbäumen dicke Äste abgebrochen. So auch bei einer wohl 100 Jahre alten österreichischen Schwarzkiefer. In etwa vier Meter Höhe sind gleich drei dicke Seitenäste abgebrochen: Ulrich Hörnschemeyer manövriert den Hubsteiger bis vor die Schadstelle, kreischend frisst sich die Motorsäge ins Holz, die beiden Kollegen Michael Lampe und Karl-Heinz Brinkmann zerren anschließend die Äste und Stammstücke zum Weg. " Das Reisig wird möglichst gleich an Ort und Stelle geschreddert, das Brennholz fahren wir ab", berichtet Maag dazu. Bislang mussten etwa 75 Bäume als Totalverlust gefällt werden, und ein Vielfaches dieser Zahl wurde vom Schneebruch gravierend geschädigt. Und dabei bezieht sich die vorläufige Übersicht allein auf die 18 000 Straßenbäume im Stadtgebiet sowie auf die Grünflächen einschließlich Bürgerpark und die vom Waldcharakter stark geprägten Friedhöfe, den Heger Friedhof, Hasefriedhof und Johannisfriedhof. Allerdings kann Thomas Maag schon jetzt eine andere Rechnung aufmachen: Alle verfügbaren Leute im Grünflächenamt waren an jenem Katastrophen-Wochenende " rund um die Uhr" im Einsatz: " Pro Mann sind da jeweils schnell mal 40Überstunden angefallen.

VOM SCHNEESTURM GERUPFT: Baumpfleger Ulrich Hörnschemeyer beseitigt die Bruchschäden in einer wohl 100 Jahre alten Schwarzkiefer im Bürgerpark. ALLES IN HANDARBEIT: Wolfgang Weigel und Gerhard Lampe zersägen eine dicke Kiefer. Fotos: Egmont Seiler
Autor:
fhv


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