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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Mars-Technik erkundet die Stadt von oben
Zwischenüberschrift:
2005 werden neue Luftbilder gemacht
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Wer im nächsten Jahr an einem wolkenlosen Apriltag ein Flugzeug am Himmel über Osnabrück kreisen sieht, der sollte sein strahlendstes Lächeln aufsetzen. Denn es könnte sich um ein Spezialflugzeug handeln, das tausende von Aufnahmen schießt. Wirklich jeder Quadratmeter des Stadtgebiets wird bildlich erfasst. So können sich die Planer einen optimalen Eindruck über die Entwicklung des Stadtbildes verschaffen.

Flächendeckende Luftbilder von Osnabrück gibt es seit 1935. Damals stiegen noch analoge Kameras auf. Inzwischen im Zeitalter der digitalen Fotografie hat man sich für einen Rhythmus von etwa fünf Jahren entschieden. " Bei noch kürzeren Abständen wären die Kosten einfach zu hoch", sagt Stadtbaurat Jörg Ellinghaus.

Billig sei das Unterfangen nämlich nicht. Und dennoch lohne es sich. " Wir sparen viel Zeit bei der Planung", betont Ellinghaus. Früher hätten die Stadtplaner immer zu betroffenen Grundstücken herausfahren müssen, ergänzt Uwe Koch vom Fachdienst Geodäten (früher Vermessungsamt). Das gehe jetzt weitgehend am Computer.

Auch andere Fachbereiche wie Straßenplanung oder Grün und Umwelt profitierten von den neuen Möglichkeiten. Besonders hilfreich ist dabei ein Laser-Scanner, mit dem sich auch exakte Höhenunterschiede feststellen lassen, wie Koch erklärt. " Diese Technik hätte ursprünglich zum Mars fliegen sollen", weiß Stadtkartograf Gerd Heit.

Sie ermöglicht eine dreidimensionale Oberflächensimulation, die auch bei der BUGA-Planung eine große Hilfe sein könnte. " Man kann mit dem Piesberg Baukasten spielen", formuliert es Koch. Das mache das Verstehen für Laien leichter, die nicht so sehr in der Planung steckten, ergänzt Ellinghaus. " Und im Stadtentwicklungsausschuss sitzen nun einmal Laien." Mit dem Wissen um die Gebäudehöhen lässt sich darüber hinaus die Lärmentwicklung in der Stadt berechnen und am Computer simulieren. So können zunächst am Bildschirm neue Straßen angelegt oder Gebäude " errichtet" und eventuelle Lärmschutzmaßnahmen schon im Vorfeld durchexerziert werden. Wer jetzt bei so viel " Überwachung" von oben an " Big Brother" denkt, den beruhigen die Planer. Die Aufnahmen würden immer senkrecht von oben gemacht, so dass ein Blick auf allzu intime Details verwehrt bliebe. Möglich wäre manches bei einer Auflösung von 15 mal 15 Zentimetern. Koch schränkt aber ein: " Das heißt, wir können zwar sehen, dass jemand Zeitung liest, aber nicht die Zeitung selbst lesen."
Autor:
hpet


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