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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Versprochen: Müllgebühren bleiben stabil
Zwischenüberschrift:
Wo zahlen die Bürger am wenigsten? Osnabrück will 2006 mindestens Platz drei erreichen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Sie können mich beim Wort nehmen!", sagt Willi Niggemann, der Chef der Müllabfuhr. Alles klar, Herr Niggemann, wir nehmen Sie beim Wort und prüfen am Ende des kommenden Jahres nach, ob die Müllgebühren in Osnabrück im Jahr 2006 zu den drei niedrigsten in Deutschland gehören. Versprochen ist versprochen.

Seit sechs Jahren sind die Gebühren in der Stadt Osnabrück stabil. Auch im kommenden Jahr bleiben die Gebühren trotz steigender Kosten in allen Bereichen auf dem alten Stand. Der Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebes, Willi Niggemann, berichtet das nicht ohne Stolz, schließlich steht er seit acht Jahren an der Spitze der Müllentsorger. Es hat erst eine Gebührenerhöhung in seiner Amtszeit gegeben.

Das Erfolgsrezept? " Wir rationalisieren", sagt Niggemann. Soll heißen: Der Personalstand ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich und sozial verträglich abgebaut worden. Entlassen wurde niemand, aber wenn jemand ausschied, wurde die Stelle nicht wieder besetzt. Die Personalkosten liegen nach Niggemanns Angaben seit fünf Jahren konstant bei acht Millionen Euro - trotz steigender Löhne und wachsender Aufgaben.

Der Abfallwirtschaftsbetrieb bekam nahe liegende Aufgaben hinzu, die aber auch zusätzliche Einnahmen bringen, zum Beispiel die auf die Außenbezirke ausgedehnte Straßenreinigung und die Papiersammlung. Auch die Säuberung von Grünzonen ist dem Abfallwirtschaftsbetrieb zugeschlagen worden. Unterm Strich müssen die Gebührenzahler die Kosten tragen.

In Osnabrück zahlt eine durchschnittliche Vier-Personen-Familie mit einer 120-Liter-Restmülltonne 185, 76 Euro im Jahr. Im norddeutschen Vergleich sind nur Wolfsburg und Lüneburg günstiger.

Wolfsburg (121 000 Einwohner) bietet mit rund 83 Euro für die 120-Liter-Tonne deutlich den niedrigsten Preis vergleichbarer Städte. Der Grund: Die Wolfsburger Müllentsorger sind weiterhin für den Gewerbemüll zuständig. Der bringt erhebliche Gebühreneinnahmen. Doch der Vorsprung der Wolfsburger schmilzt dahin: Im Januar werden die Gebühren um 74 Prozent angehoben, weil die Stadt die Deponie schließen und auf die Müllverbrennung umsteigen muss.

In Stadt und Landkreis Osnabrück entsorgt die Firma Holtmeyer Städtereinigung aus Georgsmarienhütte den Gewerbemüll. 100 000 Tonnen sammelt Holtmeyer jährlich ein und bringt sie zur Müllverbrennungsanlage Bielefeld-Herford. Das Auftragsvolumen liegt bei 25 Millionen Euro.

Niggemann ist überzeugt, die Müllgebühren auch 2006 nicht erhöhen zu müssen. Schon heute gehöre Osnabrück zu den fünf Städten in Deutschland mit den niedrigsten Gebühren, sagt er. Und auch 2006 werde Osnabrück dank des Herhof-Verfahrens die Gebühren stabil halten können. Herhof kassiert für die Entsorgung pro Tonne Restmüll 75 Euro von Stadt und Landkreis. Der Marktpreis liegt bei rund 100 Euro.

" 2006 kommen wir unserem Ziel einen großen Schritt näher", sagt Niggemann. Sein Ziel ist es, dann zu den drei billigsten Müllentsorgern in Deutschland zu gehören. Niggemann: " Sie können mich beim Wort nehmen."
Autor:
Wilfried Hinrichs


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