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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Zeitreise am Hasetor
Zwischenüberschrift:
615 Bürger sammelten für einen Bahnhof am Rande der Altstadt
Originaltext:
BÜRGER-ENGAGEMENT für einen Bahnhof: Der Hasetorbahnhof um 1910, fotografiert von Rudolf Lichtenberg. Das Foto haben wir dem Buch " Alt-Osnabrück", Band 1, entnommen, erschienen im Verlag H. Th. Wenner.

FRISCH SANIERT, zeigt sich der Hasetor-Bahnhof von seiner besten Seite. Die Stadtwerke Osnabrück investierten in das Gebäude, das 2002 fertig gestellt wurde.Foto: Klaus Lindemann

Vor über hundert Jahren machte sich die Geschäftswelt für den Bau stark - 38 000 Mark gesammelt - Bis heute nutzen Pendler das Angebot

Gartlage (dh)

Hätte sich vor 108 Jahren die Geschäftswelt der Osnabrücker Altstadt nicht für die Interessen des Stadtviertels eingesetzt, würden heute keine Züge am Hasetor-Bahnhof halten.

Damals wurden der Hannoversche Bahnhof am Wittekindsplatz und der Bremer Bahnhof an der Buerschen Straße zu Gunsten des neuen Hauptbahnhofs aufgegeben. Die Bürger in der Altstadt sahen ihren Geschäftsverkehr in Gefahr. Schon lange merkten sie, dass sich das Hauptgewicht des Einzelhandels immer weiter in die Neustadt verlagerte.

Die Idee des Hasetor-Bahnhofs wurde geboren.

Insgesamt 615 Bürger brachten die für damalige Verhältnisse beachtliche Summe von 38 000 Mark auf, die Stadt förderte das Projekt mit zusätzlichen 8000 Mark - und der Bau konnte beginnen. Es blieb sogar noch etwas Geld übrig. Dieses wurde für den Neubau des Theaters am Domhof überwiesen.

Doch die Zeit hinterließ ihre Spuren an dem Gemäuer. An dem ehemaligen Empfangsgebäude nagte der Zahn der Zeit. 1968 wurde ein neuer Bahnhof errichtet, der in seiner Grundform bis heute erhalten blieb. Entsprechend dem Zeitgeist der 60er Jahre, entstand ein Flachgebäude, das vor allem eines sein sollte: funktional.

Doch ein Blick in das Archiv unserer Zeitung zeigt, dass " die Altstädter über dieses Schmuckstück erfreut" waren.

Diesem Schmuckstück standen jedoch schwere Zeiten ins Haus: Bis vor einigen Jahren wurde der Gang zu den Gleisen zum Spießrutenlauf. Im Inneren des Gebäudes roch es unangenehm, Fliesen und Kacheln waren verdreckt, und Vandalen missbrauchten den Bahnhof für Graffiti-Schmierereien. Die szeneüblichen Kürzel verunstalteten Türen, Fahrkartenschalter, Wände - bis vor zweieinhalb Jahren Überwachungskameras installiert wurden.

Von der hässlichen Kaschemme am Tor zur Stadt ist heute nichts mehr zu sehen. Die Stadtwerke Osnabrück investierten in die Neugestaltung des Hasetor-Bahnhofs. Im Winter 2002 wurde das Schmuckstück der Neuzeit fertig gestellt. Sehr zur Freude der zahlreichen Berufspendler, die seither mit einem viel besseren Gefühl den Bahnhof betreten.
Autor:
dh


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