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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Planer hatten die Buga schon im Hinterkopf
Zwischenüberschrift:
Piesberg: Neue Abbaugenehmigung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Für die Lechtinger mag es ruhiger werden. Pye bekommt den Gesteinsabbau aus der Nähe zu spüren. Kurz vor Jahresende hat die inzwischen aufgelöste Bezirksregierung Weser-Ems den Abbau in zwei neuen Teilstücken genehmigt. Die Veränderung nützt auch dem Landschaftsschutz: Das Areal auf der Nordrandhalde, das die Piesberger Steinindustrie (PSI) aufgibt, wird der natürlichen Entwicklung überlassen.

7, 9 Hektar umfassen die zwei neuen Teilstücke, in denen die PSI zukünftig Karbonquarzit abbauen wird. Das weitaus größere Teilstück liegt auf dem Betriebsgelände der Steinindustrie - im südwestlichen Teil des Piesberges oberhalb der Schlammteiche. Drei Teilstücke mit einer Gesamtfläche von 3, 9 Hektar gibt die PSI auf, das größte davon liegt auf der Nordrandhalde östlich der Johannissteine. " Wir rechnen damit, dass der Betrieb für die nächsten 20 bis 25 Jahre gesichert ist", freut sich PSI-Geschäftsführer Peter Graf von Spee. Auch die Beschäftigung der Subunternehmer und der 65 Mitarbeiter der PSI sei damit gewiss. Insgesamt ist die Betriebsfläche der PSI 160 Hektar groß.

Vier Jahre hat es gedauert, bis die Bezirksregierung der Steinindustrie grünes Licht für den Abbau in den Erweiterungsflächen gegeben hat. Bedingung war, dass die Grenzwerte für Lärm und Staub den Kriterien des Bundesemissionsschutzgesetzes entsprechen. " Im Ergebnis ändert sich nichts", so Berthold Greten, Sachbearbeiter der Bezirksregierung. Für die Lechtinger allerdings nehme die Belastung ab. Für sie werde es leiser und staubfreier, weil die neuen Abbaugebiete weiter als bisher von Lechtingen entfernt liegen.

In dem größeren Teilstück wird die PSI einige Bäume fällen, um dort Piesberger Karbonquarzlt abbauen zu können. Zum Ausgleich wird es eine Aufforstung auf einer landwirtschaftlichen Fläche nördlich des Piesberges geben. Neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen enstehen in dem aufgegebenen Teilstück auf der Nordrandhalde. Dieses Areal wird der natürlichen Entwicklung überlassen - der freien Sukzession, wie es in der Fachsprache heißt. Renaturierung heißt das Stichwort für den Fachbereich Grün und Umwelt. " Das ist ein großer Vorteil für den Naturschutz", erläutert Helmut Schmitz von der Unteren Naturschutzbehörde, der am Genehmigungsverfahren für den Steinabbau in den neuen Gebieten beteiligt war. So soll sich der Bewuchs auf den nährstoffarmen Magerstandorten frei entwickeln können. Die Renaturierung ermögliche, dass sich selteneTier- und Pflanzenarten auf dem Piesberg weiter ausbreiten können. Das gelte etwa für die Kreuzkröte, die in sandigen Lebensräumen lebt. Im Hinterkopf habe der Fachbereich Grün und Umwelt auch die Buga gehabt, so Schmitz. Denn die Gartenschau, die für das Jahr 2015 geplant ist, wird als Eingriff in die Natur angesehen. In den von der PSI freigegebenen Flächen können Tiere und Pflanzen dagegen vom Menschen unbehelligt weiterleben.
Autor:
Anne Reinert


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