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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Radwege werden nicht vom Schnee befreit
Zwischenüberschrift:
Stadt weiß nicht, wohin sie den Matsch bringen soll
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zahlreiche Fahrradfahrer in Osnabrück sind verärgert. Auch fünf Tage nach dem Schneechaos sind viele Radwege nicht befahrbar: Schneeberge und Matsch blockieren die Durchfahrt.

Wenige Tage nach dem plötzlichen Wintereinbruch fließt der Autoverkehr wieder störungsfrei durch die Stadt. Auf den Radwegen hat sich dagegen der Schnee von Gehwegen und Fahrbahnen gesammelt und macht die Fahrt für Pedalos zu einem gefährlichen Abenteuer. Im Zickzackkurs müssen Radler auf Fahrbahn und Fußweg ausweichen, was gerade an stark belasteten Hauptverkehrsstraßen gefährlich werden kann.

Diese Erfahrung machte Dr. Jan Stefan Janke-Weddige, der mit dem Fahrrad auf dem Wall unterwegs war. Er sieht eine besondere Gefahr darin, dass die Radwege zwar teilweise benutzbar sind, aufgehäufte Schneebarrieren der Straßenreinigung die Radler aber plötzlich dazu zwingen, in den fließenden Verkehr einzuscheren. " Da es unzumutbar und zu gefährlich war, auf der Fahrbahn zwischen Lkw zu fahren, habe ich den Bürgersteig benutzt", so der Radler. Das ist aber verboten.

Was bleibt? " In solchen Ausnahmesituationen müssen sich Radfahrer den Verhältnissen anpassen und entweder die frei geräumte Fahrbahn nutzen oder absteigen und ihr Rad schieben", erklärt Dr. Svenjürgensen, Pressesprecher der Stadt Osnabrück. Dem Pressesprecher ist die Problematik sehr wohl bewusst, er verweist aber darauf, dass die Stadt zurzeit über keine praktiable Entsorgungslösung für die noch vorhandenen Schneemassen verfügt. " Wohin sollen wir denn damit? Man kann den Schnee ja nur haufenweise am Straßenrand tauen lassen", sagt Jürgensen. " Wir können ihn ja schließlich nicht abholen lassen."

Seit einigen Jahren wird bei Schneefall innerhalb der Stadt auf den Straßen nur gestreut, der Schnee aber nicht beiseite geschoben. Bei den Schneemassen vom vergangenen Freitag hätten die Hauptverkehrswege jedoch freigeschoben werden müssen, um denöffentlichen Verkehr aufrechtzuerhalten, berichtet Sven Jürgensen. " In so einem Fall muss der Schnee aus technischen Gründen an die Seite, in der Regel also auf Radwege und Randstreifen geschoben werden. Anders geht es nicht."

Auch auf kombinierten Rad- und Fußwegen können sich Radfahrer nicht auf eine ausreichende Räumung verlassen: Die Anwohner haben lediglich eine Streu- und Räumpflicht für die Gehwege vor ihrer Haustüre. " Für die Radwege sind sie nicht zuständig", erklärt der Pressesprecher der Stadt.

Obwohl Radfahrer grundsätzlich gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer sind und ein Zweirad auch im Winter ein normales Verkehrsmittel ist, haben sie bei Schnee und Eis in Osnabrück das Nachsehen. Es gilt also: Wer sein Fahrrad (und sein Leben) liebt - der schiebt.
Autor:
tos


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