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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Meistgestellte Frage: Hat Wittekind hier gewohnt?
Zwischenüberschrift:
Nachwuchs-Archäologen in den Ferien auf Spurensuche
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Am aufregendsten war der Fund eines Reh-Skeletts. Ein Zufallstreffer für die jungen Forscher, der sich aber tief in ihren Köpfen eingegraben hat. Eigentlich waren die Kinder auf Spurensuche in der Wittekindsburg.

Auch das Regenwetter kann die zwölf Kinder nicht bremsen, die in einer Herbstferienaktion des technisch-ökologischen Lernortes Nackte Mühle zwei Tage lang die Überreste der fast zugewachsenen Anlage mit Mauerresten, Wällen und Gräben erkunden.

Immerhin ist es auch ein echter Archäologe, der den Nachwuchsforschern Karten und Aufgaben überträgt: Bodo Zehm. " Kinder neugierig machen und dann gemeinsam Erklärungen finden", das gefällt dem Stadt- und Kreisarchäologen an solchen Begegnungen: " Kinder sehen alles und wollen alles wissen", wobei der Fachmann auch nicht jede Frage erschöpfend beantworten kann. Zu viele Geheimnisse birgt die frühgeschichtliche Befestigungsanlage.

Mit Messinstrumenten, Kompass, Fotoapparat, Karten und Stiften ziehen die Kinder durch Matsch und rutschiges Laub los, vermessen den eckigen und den runden Turm, untersuchen, wie früher die Steine verfugt wurden, und erstellen eine eigene Karte mit Fotos ihrer Funde.

Auch als die Forschungsergebnisse am zweiten Tag dem Archäologen präsentiert werden, wird weiter mit einem dicken Hammer ein Bohrstock in die Erde gerammt. " Was sind das für verschiedene Schichten?" Dann wird die Erde mit den Fingern aus dem Stock herausgepult. Echte Archäologen scheuen sich nicht, bei der Arbeit dreckig zu werden.

Die meistgestellte Frage ist natürlich: " Hat Wittekind hier gelebt?" Ob die Burg überhaupt etwas mit dem Sachsenherzog zu tun hat, ist jedoch nicht erwiesen. Nur die Legende spricht davon. Mitarbeiterin Lisa Beerhues, Praktikantin Inga Grotehöfer und Melanie Duffe, die ein Freiwilliges Ökologisches Jahr absolviert, begleiten die Kinder auf ihrer Reise ins Mittelalter. Beeindruckt sind sie vor allem davon, wie gut sich die Kinder in der Osnabrücker Stadtgeschichte auskennen.

Fast alle wussten schon vorher von der Wittekindsburg, die meisten waren schon mal da. Der Pflichtstoff für die 4. Klassen in Vorbereitung auf das Steckenpferdreiten scheint anzukommen. Lisa Beerhues weiß aus dem Kontakt mit Kollegen in ganz Deutschland: In Sachen Stadtgeschichte sind die Osnabrücker Kinder am besten.
Autor:
S.


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