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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Eltern der Ernst-Weber-Straße: Der Zaun muss bleiben
Zwischenüberschrift:
Stadt will keine Hindernisse in den Grünanlagen auf ehemaligem Kasernengelände - Anwohner hoffen jetzt auf den OB
Artikel:
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Originaltext:
Die Stadt will einen Zaun abreißen, damit die Grünflächen der ehemaligen General-Martini-Kaserne für Spaziergänger offen stehen. Aber die Eltern aus der Ernst-Weber-Straße haben Angst um ihre Kinder, die dann am Hauswörmannsweg unter die Räder der Autos geraten könnten.

Im Frühjahr hatten die Anwohner gegen den geplanten Abriss des Zauns protestiert. Doch vor kurzem hat der Stadtentwicklungsausschuss hat für die Entfernung der Abgrenzung gestimmt. Eine schmale, grüne Schlucht liegt hinter den Gärten der Häuser an der Ernst-Weber-Straße, die dem Hauswörmannsweg am nächsten liegen. Wo die Grundstücke enden, gibt es einen etwa zwei Meter breiten Grünstreifen, der bis zum Zaun der ehemaligen Kaserne reicht. Ein idealer Spielplatz für alle Kinder der Siedlung. Zum Verstecken oder zum Räuber-und-Gendarm-Spielen, wie Anwohnerin Lydia Reckers sagt. Sorgen müssen sich die Eltern dank des Zauns nicht machen.

Doch die Stadt will jetzt Ernst machen und den Zaun abreißen lassen - trotz der Unterschriftenliste und Briefe, die die Anwohner beim Fachbereich Grün und Umwelt eingereicht hatten. " Das Sicherheitsgefühl geht jetzt verloren", beklagt Lydia Reckers, selbst Mutter von drei Kindern. Dieser Meinung schließen sich alle Anwohner der kleinen Siedlung an, in der über 100 Kinder leben.

Die Stadt begründet ihren Beschluss damit, dass so eine Wegeverbindung zwischen Hauswörmannsweg und Brinkstraße sowie dem Spielplatz an der Anna-Gastvogel-Straße und dem Gemeinschaftszentrum Ziegenbrink entsteht. Die ist nach dem Bebauungsplan vorgesehen. Doch die Anwohner schätzen es, dass durch den Zaun eine " abgeschlossene Siedlung" entsteht, wie es Oliver Brand, Vater von zwei Kindern, ausdrückt. Ohne die Abgrenzung, so befürchten die Anwohner, könnten etwa Hunde problemlos von der Grünanlage auf der anderen Seite des Zauns herüberkommen. " Warum wird eigentlich kein Loch in den Zaun gemacht?", schlägt Brand der Stadt vor, um so die Wegeverbindung herzustellen.

" Entweder der komplette Zaun oder gar kein Zaun", lautet die Einstellung von Detlef Gerdts, dem Fachbereichsleiter Grün und Umwelt. Der Politik seien die Argumente der Anwohner bekannt, der Ausschuss habe anders entschieden. Gerdts verweist auf die Kosten für die Unterhaltung des an einigen Stellen beschädigten Zauns. Dabei mähen die Siedlungsbewohner selbst regelmäßig den Rasen und beschneiden im Frühjahr die Büsche, die durch die Maschen des Zauns wachsen. Außerdem haben sie der Stadt angeboten, die Pflege des Zauns zu übernehmen. Doch darauf will Gerdts sich nicht einlassen. Im Schadensfall hafte trotzdem die Stadt.

Die Anwohner finden die Entscheidung familienunfreundlich - " und das, wo die Stadt doch so viel für Familienfreundlichkeit tun will", bemerken Elke und Thomas Müller. Dem schließt sich Rainer Reckers an. Er verweist auf das frisch von der Stadt und anderen Institutionen gegründete Bündnis für Familie. Rainer Reckers kündigt an, dass die Anwohner sich nun mit ihrem Anliegen an OB Fip wenden würden.
Autor:
Anne Reinert


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