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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Warum wird das Laub rot?
Zwischenüberschrift:
Die Blätter sind zurzeit höchst aktive "Chemielabore"
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Man sollte die letzte Chance nutzen: Raus in die Natur am Wochenende, solange der Farbenrausch der Blätter noch anhält.

Die leuchtend roten, gelben oder noch grünen Blätter an den Bäumen lassen Eltern nicht selten in Erklärungsnot geraten. " Wieso verfärben sich im Herbst die Blätter?", ist jetzt eine der häufigen Fragen von Kindern.

Schon bevor der Frost die Stoffkreisläufe in den Blättern stoppt, beginnt in ihnen der Abbauprozess als Vorbereitung auf den Winter. Die abnehmenden Tageslängen steuern diesen Prozess. " Die Blätter sind kurz vor der Winterruhe noch höchst aktive Chemielabore", erklärt Andreas Peters, Pressesprecher vom Naturschutzbund NABU Osnabrück.

Die grünen Chlorophylle, eine Art " Sonnenkollektor" der Pflanzenzellen, werden jetzt nicht mehr gebraucht. Beim Abbau müssen die Pflanzen jedoch sehr vorsichtig zu Werke gehen, denn Chlorophylle können andere Zellbestandteile angreifen. Wenn das Chlorophyll abgebaut ist, kommen die Carotinoide zum Vorschein, die vorher vom Blattgrün überdeckt wurden. Sie färben die Blätter so prächtig herbstlich. " Carotinoide machen die Blätter gelb, rote Farbtöne entstehen durch Anthocyane und braune Tönungen durch wasserlösliche Farbstoffe, die erst nach dem Absterben der Blätter auftreten", führt der gelernte Biologe aus.

Wie aber fallen die Blätter von den Bäumen? Auch hier kennt der NABU-Mann die Erklärung: " Zwischen Zweig und Blattstiel wächst im Herbst eine hauchdünne Korkschicht. Beim nächsten Windstoß trudelt das Blatt zu Boden und dient abertausenden von winzigen Tierchen und Bakterien als Nahrung." UNTER GOLDEN GEFÄRBTEN BLÄTTERN räkelten sich die Osnabrücker gestern in der warmen Sonne. Für das Wochenende planen viele einen Spaziergang durch den prächtig gefärbten Wald.


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