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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die Hase verpestet Osnabrück!
Zwischenüberschrift:
Ein öffentlicher Skandal - Wer ist dafür verantwortlich? - Wo bleibt die Gesundheitsbehörde?
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Wir haben in den letzten Wochen und Tagen schon mehr als einmal Notschreie von Bewohnern der an der Hase gelegenen Häuser veröffentlicht und geglaubt, daß der Stadtverwaltung diese Hinweise wohl genügen dürften, um sofort Abhilfe zu schaffen. Statt dessen aber
hört und sieht man nichts, keine Hand rührt sich
und die Hase - (Entschuldigung, aber ein anderer Ausdruck läßt sich nicht finden) - stinkt weiter. Gerade in den letzten Tagen, nachdem die tropische Hitze eingesetzt hat, während das Wasser in der Hase wegen der Unkrautentfernung teilweise abgelassen ist, hat sich der Gestank derart ausgebreitet, daß sich die Angelegenheit wirklich zu einem öffentlichen Skandal auswächst. Wenn sich die städtische Gesundheitspolizei nicht um derartige gröbliche Pflichtvergessenheit der zuständigen Stelle bekümmert, dann sollte sich wenigstens die staatliche Sanitätsbehörde der Sache annehmen und den Schuldigen zur Rechenschaft ziehen. Es geht hier um das Allgemeinwohl und das Ansehen einer " werdenden Großstadt"!
Seit Wochen ist es den
Anwohnern nicht mehr möglich, auch nur für Minuten ein Fenster zu öffnen,
wenn sie sich nicht der Gefahr aussetzen wollen, daß ihre ganze Wohnung sofort bis in den letzten Winkel verpestet ist, aber selbst durch Ritzen, Luftklappen, geöffnete Türen usw. dringt der Gestank in die menschlichen Behausungen ein und macht sie einfach unbewohnbar.
Und die Fremden, die man in Wort und Schrift auf die Schönheiten unserer Heimatstadt aufmerksam gemacht hat, bis sie endlich den Weg nach hier gefunden haben, wenden sich, ehe sie überhaupt die eigentliche Stadt erreicht haben, mit Grausen von dieser Gegend, über der ein pestilenzartiger Gestank schwebt.
Sonst redet man doch immer soviel von Hygiene und Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit. Warum denn jetzt nicht?
Oder
glaubt man etwa auf dem Rathaus, daß dieser Gestank nicht gesundheitsschädlich,
ja, man möchte sogar sagen, krankheitsfördernd auf die Bewohner unserer Stadt wirkt?
Abhilfe tut Not und zwar sofortige Abhilfe, selbst, wenn etwa der zuständige Dezernent in Ferien sein sollte. Es geht hier um die Gesundheit der Einwohner und um den Ruf der Stadt, da gibt es keine langen Überlegungen oder gar verwaltungstechnische Auseinandersetzungen, wer dafür zuständig ist. Die Zustände, wie sie jetzt sind, sind unhaltbar, endlich muß das Problem der Haseregulierung angeschnitten werden und zwar nicht mit Worten, sondern mit Taten.
Die Bevölkerung der Stadt hat ein Recht, daß man hier endlich Abhilfe schafft,
sie hat wirklich lange genug mit einer wahren Engelsgeduld zugesehen, daß - nichts getan wurde. Die Öffentlichkeit verlangt energisch, daß sich die zuständigen Stellen sofort dieses Problems annehmen, sonst könnte auch der Osnabrücker Geduldsfaden, wenn er auch recht haltbar ist, einmal reißen!


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